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Sonntag, 6. Mai 2012

Rezension

Hannes
Rita Falk


 
Eine berührende Geschichte über Freundschaft und Abschied
Quelle: dtv
Niemand weiß, ob Hannes nach dem schweren Unfall je wieder aus dem Koma erwachen wird. Doch einer glaubt ganz fest daran: sein bester Freund Uli. Und der versucht auf seine Art, Hannes zurück ins Leben zu holen ...

Die traurig-schöne Geschichte vom Einbruch einer Tragödie in das Leben junger Menschen. Berührender kann man wohl kaum von Krankheit, Verlust und Tod - und von der Größe, Kraft und Schönheit des Lebens erzählen.




Cover:
Das Cover passt. Nicht nur dann, wenn man das Buch gelesen hat und um die Bedeutung der Kastanie weiß. Auch davor schon hat mich das Cover angesprochen. Zusammen mit dem Weiß und dem Grün passt es einfach zu der Thematik, die ja schon eher 'schwerer' Natur ist. Das Cover mit den Blättern darauf, wirkt leicht und doch hat es irgendwie etwas Philosophisches, ganz so wie die Themen, die in dem Buch von Rita Falk angesprochen und behandelt werden.
Ich vergebe für das Cover:
 

Leseeindruck:
Das ist mein erster Roman von Rita Falk. Ich bin über Lovelybooks über die Leserunde zu Hannes gestolpert. Sofort hat mich das Thema angesprochen und ich gebe zu, es hat mich auch interessiert, wie eine Krimiautorin ein so 'zerbrechliches' Thema angeht und umsetzt. Ich habe mich also für die Leserunde beworben und hatte das Glück auch zu gewinnen. Es war meine erste Leserunde und ich muss vorweg sagen, dass es wahnsinnig viel Spaß gemacht hat. Die Meinungen der anderen Leser so live von Abschnitt zu Abschnitt mitverfolgen zu können, die Möglichkeit zu haben, mit der Autorin in einen Austausch zu gehen, dass hat alles sehr viel Spaß gemacht.
Zurück zum Buch.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und doch war er für mich gewöhnungsbedürftig. Da das Buch aus der Sicht von Uli geschrieben ist, der Anfang zwanzig ist, besitzt die Sprache doch einen ganz eigenen 'jugendlichen' bis 'umgangssprachlichen' Charme. Ich habe doch ein Weilchen gebraucht mich daran zu gewöhnen, denn zu Beginn hat es mich doch sehr gestört, dass Uli immer wieder Artikel vor die Namen gesetzt hat: Der Karl und die Nele, der Hannes schläft, die Nele stört ... usw.
Zu Beginn hat mich diese Art zu 'erzählen' gestört und mir ein wenig des Lesevergnügens genommen, doch ich muss sagen, dass man mit der Geschichte wächst. Vor allem wächst man mit Uli zusammen und irgendwann habe ich bemerkt, dass ich mich an seine Sprache gewöhnt hatte, ohne es zu merken und sie mich plötzlich nicht mehr gestört hat.
Bei den Charakteren bin ich hin- und hergerissen. Mich haben Uli und Hannes, vor allem ihre Freundschaft zueinander, sehr berührt. Sie fand ich sehr ehrlich, greifbar und man kann gar nicht anders, als sich zu wünschen, auch einen Uli im eigenen Leben zu haben, der so sehr zu einem steht und einen bis zum Schluß begleitet.
Die Familie von Hannes, die anderen Freunde und die Freundin Nele waren eher ein Wechselbad der Gefühle. Da alles aus Ulis Sicht ist, ist es manchmal schwer manche Handlungen und Entscheidungen der anderen Figuren zu verstehen, doch das ist vermutlich auch Absicht, denn so ist es im wahren Leben ja auch. Da hat ein geliebter Mensch einen Unfall und jeder geht eben mit diesem Schicksalsschlag anders um. Jeder nimmt auf seine Weise Abschied und nicht alle Wege sind immer schön. Obwohl man manchmal dachte: Wie gemein oder fies, ist der oder die, kann ich nicht sagen, dass es unrealistisch war. Sie handelten alle auf ihre Weise menschlich und Rita Falk hat sie wie Menschen trauern und leiden lassen. Die einen finden neues Glück, die anderen wenden sich ab, weil sie es nicht ertragen können und der Uli ;), der bleibt eben bis zum Schluss, weil er nicht loslassen will und kann.
Im Fazit sagt es das schon aus. Das Buch spricht viele Themen an, den Umgang mit Schicksalsschlägen, Freundschaft, Liebe und den langen Weg des Abschieds.
Alle waren sie sehr natürlich und einfühlsam umgesetzt, so dass man am Ende berührt auch mal zum Taschentuch greifen muss.
Ein tolles Buch, bei dem ich lediglich schade fand, dass manche der tollen Nebenfiguren nicht ganz so stark eingebracht wurden und sich nicht alles ganz erklärt hat. Hier hätten ein paar Seiten mehr geholfen, um das ein oder andere noch auszuführen.


FAZIT:
Ein einfühlsames, berührendes, natürliches und ehrliches Buch über einen jungen Mann, der nach einem Unfall im Koma liegt und dessen Familie und Freunde, jeder auf seine Weise, damit zurechtkommen müssen, dass Hannes nicht mehr Hannes ist. Ein Buch so wunderbar, wie das Leben, dass in diesem Fall zeigt, wie schwer es ist Abschied zu nehmen und einen geliebten Menschen gehen zu lassen und das Freundschaft einen auch die schlimmsten Zeiten durchstehen lässt.
Keine leichte Lektüre, aber lesenswert!!!

Ich vergebe für das Buch:

Ich bedanke mich bei Lovelybooks, dem dtv Verlag und Rita Falk für die Möglichkeit dieses Buch lesen zu dürfen!


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