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Montag, 20. August 2012

Rezension



Das Gold der Maori
(Reihe Band I)
Sarah Lark


Eine grandiose Geschichte vor atemberaubender Kulisse
Quelle: Bastei Lübbe
Kathleen und Michael wollen Irland verlassen. Das heimlich verlobte Paar schmiedet Pläne von einem besseren Leben in der neuen Welt. Aber all ihre Träume finden ein jähes Ende: Michael wird als Rebell verurteilt und nach Australien verbannt. Die schwangere Kathleen muss gegen ihren Willen einen Viehhändler heiraten und mit ihm nach Neuseeland auswandern …
Michael gelingt schließlich mit Hilfe der einfallsreichen Lizzie die Flucht aus der Strafkolonie, und das Schicksal verschlägt die beiden ebenfalls nach Neuseeland. Seine große Liebe Kathleen kann er allerdings nicht vergessen …


Cover:
Das Cover finde ich persönlich sehr schön. Die Farbgebung ist äußerst ansprechend und toll aufgebaut. Man hat im Hintergrund die Berge, die Andeutung von grün und orange, so wie man das eben mit Neuseeland verbindet. Im Himmel sind dann auch typische Ornamente eingelassen, was ebenfalls passend ist, da die Maori in dem Buch eine wichtige Rolle einnehmen.
Dann geht das grünblau immer mehr in ein graublau über und schließlich dann im Vordergrund das auffällig, dunkelrote Boot. Fertig zur Abreise? Angekommen?
Tolle Bedeutung und für jeden gerade so, wie er es empfindet oder sehen möchte. Besonders schön in Szene gesetzt sind Autorenname und Titel des Buches. Der Vogel prägt sich ein und so auch der Name.
Alles in allem ein schönes Cover.

Bewertung:








Leseeindruch: 
Wenn es auch nicht mein erstes Australienbuch war, so doch die erste Begegnung mit Sarah Lark.
Ihr Schreibstil ist sehr flüssig und trotz dem fundierten historischem Wissen, wirkt das Geschriebene leicht und keinesfalls schwer, was mich sofort positiv überraschte. Dies fällt vor allem deswegen ins Gewicht, weil man es ja bei diesem Trilogieeinstieg mit gleich mal mehr als 700 Seiten zu tun hat. Für manche ist das vermutlich abschreckend, deswegen kann ich nur sagen, ist es sehr positiv, dass sich das Buch aufgrund eines gefälligen Schreibstils gut weglesen lässt.
Die Charaktere sind ebenfalls klar und bisweilen sogar 'zu' einfach konzepiert. Es gibt keine Ungereimtheiten oder Wandlungen, die plötzlich nicht zum Charakter passen. Sie sind in der Tat ihrer Linie treu, was mitunter auch recht 'nervenaufreibend' sein kann, da man bei bestimmten Gedanken oder Handlungen schonmal die Hände über dem Kopf zusammenschlagen möchte und denkt: Das kann nicht dein Ernst sein?
Trotz gewisser Einfachheit und gewisser Nerven, die man braucht um durch das Liebeschaos des Buches und so manche Entscheidung der Charaktere zu ertragen, wachsen einem die Figuren erstaunlich schnell und leicht ans Herz, so dass ich bis zum dramatischen Ende mit ihnen mitfiebern musste. Vor allem das Ende war was die Gefühlsdramatik anging mehr als spannend und so musste ich das schließlich auch in einem Rutsch beenden.
Die Geschichte selbst ist nicht kompliziert. Es geht um Michael und Mary Kathleen, die ineinander verliebt sind, aber unter dem allgemeinen Hunger und Elend, dass zu jener Zeit in Irland auf dem Land herrscht, leiden. Als Kathleen feststellt, dass sie schwanger ist, beschließen die jungen Leute nach Amerika auszuwandern und dort ihr Glück zu machen. Um die Überfahrt bezahlen zu können, verkauft Michael heimlich gebrauten Whiskey und wird schließlich geschnappt. Während er ins Gefängnis kommt und nach Australien verbannt wird, verheiraten Kathleens Eltern sie aufgrund des Geldes, dass sie von Michael bekommen hat mit einem Viehtäuscher namens Ian Coltrane und dieser geht mit Kathleen nach Neuseeland. Dorthin verschlägt es schließlich auch Michael, als dieser mit der Hilfe der Hure Lizzy fliehen kann, die ebenfalls in Australien eine Haftstrafe absitzen muss.
Im Prinzip eine ganz typische Story. Australien, Gefangenschaft, Liebe, Dramatik usw. Allerdings ist das Besondere an dem Buch, dass es im Prinzip nicht wirklich in Australien spielt, sondern in Neuseeland. Es geht um die Geschichte der Besiedelung dort und um die Maori und weißen Siedler. Dass hat mir besonders gut gefallen, da dies viele neue Aspekte für mich bereithielt, die ich noch nicht kannte oder wusste, weil ich bislang immer nur Australienbücher gelesen habe. Die Dynamik zwischen den Figuren und die Spannung, die dadurch entsteht, dass Ian kein besonders netter Ehemann ist, Lizzy sich unsterblich in Michael verliebt, für den sie alles tut, der aber immer an Mary Kathleen hängt und Lizzy nur als Freundin benutzt, ist gut entwickelt und unterhält über weite Strecken des Buches sehr gut.

FAZIT:
Ich kann das Buch jedem empfehlen, der gerne Romane mit typischem 'Australienklischee' liest und Interesse an Neuseeland und seiner Geschichte mitbringt. Sarah Lark versteht es spannend Historisches mit viel Gefühlsdramatik zu mischen und mit einem ansprechendem, aber leichten Schreibstil auch in einem 'Wälzer' über weite Strecken zu unterhalten. Nerven für Gefühlschaos und die Einfachheit der Leute damals sollte man aber mitbringen, damit man sich völlig auf die Story einlassen kann.

Bewertung:


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