Begrüßungstext

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Freitag, 12. Oktober 2012

eBook - Review





RANI LIEST





The Host - Stephanie Meyer
Quelle: Hachette
Melanie Stryder refuses to fade away. The earth has been invaded by a species that takes over the minds of their human hosts while leaving their bodies intact, and most of humanity has succumbed.Wanderer, the invading ‘soul’ who has been given Melanie’s body, knew about the challenges of living inside a human: the overwhelming emotions, the too-vivid memories. But there was one difficulty Wanderer didn’t expect: the former tenant of her body refusing to relinquish possession of her mind.Melanie fills Wanderer’s thoughts with visions of the man Melanie loves - Jared, a human who still lives in hiding. Unable to separate herself from her body’s desires, Wanderer yearns for a man she’s never met. As outside forces make Wanderer and Melanie unwilling allies, they set off to search for the man they both love. 

Quelle: Amazon 



WORUM GEHT ES:
'The Host' oder zu deutsch: 'Seelen' ist ein Roman aus der Feder von Stephanie Meyer. Anders als deren 'Twilight' Erfolg handelt es sich bei 'The Host' nicht um eine Reihe, sondern um einen Einzelband. Das Genre ist ebenfalls anders, denn mit 'The Host' hat Stephanie Meyer eine Dystopie auf den Markt gebracht, dessen Idee - wie ich finde - nicht unbedingt einzigartig 'neu' ist, dafür aber sensationell ausgearbeitet wurde. Es geht darum, dass die Erde von einer 'alienartigen' Rasse besiedelt wird. Die 'Souls' sind parasitenartige Wesen, die einen Organismus komplett für sich vereinnahmen. Wenn sie die Menschen übernehmen, verdrängen sie eigentlich deren Identität und deren Seele mit ihrer eigenen. Dieser Prozess ist mit den Menschen nicht ganz so einfach, wie bei Tieren oder anderen Lebensformen, die die 'Souls' auf ihren Reisen begegnet sind. Allerdings ist es für sie auch der interessanteste 'Körper' zum übernehmen, da er voller Emotionen steckt und ihnen damit eine ganz neue Welt eröffnet. 'Wanderer' bemerkt jedoch, dass ihr 'Host' Melanie nicht so einfach zurückzudrängen ist und zudem Gefühle alles andere als vorhersehbar sind. Sie sind auch alles andere als planbar und kalkulierbar und so beginnt eine gefährliche, spannende und durchweg emotionale Reise für Wanderer, die zum Kern dessen führt, was 'Mensch' sein bedeutet. 



DER SCHREIBSTIL:
Nachdem ich mit 'Twilight' genau wegen dem Schreibstil von Stephanie Meyer nicht klar kam (er war einfach nicht so meins), war ich tatsächlich sehr gespannt, wie sich 'The Host' für mich lesen würde. Ich muss sagen auch hier waren die ersten knapp 100 Seiten etwas zäh. Das lag aber nicht so sehr am Schreibstil, sondern daran, dass man sich erstmal reinfinden musste in die Geschichte. Diese ist komplex und nicht einfach angelegt, so dass man etwas braucht, um das ganze Bild betrachten zu können. Danach war ich eigentlich super in der Geschichte drin und habe die Welt im wahrsten Sinne des Wortes in mich auf gesogen. Leider gab es zwischendurch immer wieder Passagen, so im zweiten Drittel des Buches, die mir zu langatmig und damit langweilig wurden. Ich beschreibe diese Szenen mal als dramturgisch gesehene 'reterdierende' Momente. Davon gab es aber nicht nur einen, oder zwei, sondern gleich mehrere und dafür, dass man aber weiß, was später passieren wird, sind diese herauszögernden Momente eher lästig und störend, denn man lässt sich überhaupt nicht darauf ein. Das kann man gar nicht, weil sie wenig Tiefe besitzen und der Charakter des 'Herauszögerns' einfach überdeutlich im Raum steht. Auf der anderen Seite ist man emotional angespannt, wegen der Szene auf die man eigentlich wartet. Eine denkbar schlechte Kombination, die mir das Lesen hin und wieder doch arg erschwerte. Das ich das Buch diesmal nicht abgebrochen habe, lag einzig und allein an der super tollen Story und den klasse Figuren. 



DIE CHARAKTERE:
Mir haben die Charaktere sehr, sehr gut gefallen. Ich muss sagen sowohl die Konzeption, als auch ihre Beziehungen untereinander, oder die Entwicklung der Figuren. Sie sind allesamt mit viel Liebe und auch Tiefe ausgearbeitet. Man kann hier nicht vorwerfen, dass man bei den Charakteren nur an der Oberflächlichkeit kratzt und keine Möglichkeit bekommt eine emotionale Beziehung zu den Figuren aufzubauen. Im Gegenteil dies gelingt in Wandas oder auch Mels Fall sehr leicht und auch als sie im Bunker ist und dort all diese neuen Menschen kennenlernt, schafft es die Autorin sehr gut, diese neuen Menschen ins Bild zu rücken und eine Beziehung zu ihnen aufzubauen. Auch wenn der Schreibstil von Stephanie Meyer nach wie vor für mich nicht zu 100% das Richtige ist, mit den richtigen Figuren und der richtigen Story kann mich ein Buch von ihr dennoch total begeistern.



DIE STORY:
Die Idee ist denke ich nicht absolut 'neu'. Sie hat mich in ihren Grundzügen sehr an die Reihe: Animorphs erinnert, da auch hier 'Alien' auf die Erde kommen und die Menschen als 'Hosts' kontrollieren. Natürlich ist die Idee von Stephanie Meyer sehr viel tiefgehender ausgearbeitet und weitergedacht. Man merkt hier auch einen Altersunterschied. Während die Reihe sicher eher für 10-15jährige angelegt war, ist das Buch von Stephanie Meyer eher für 15jährige aufwärts. Es ist nicht nur komplex und teilweise schwierig zu verstehen, sondern natürlich gibt es auch hier und da verschiedene Formen der Gewalt. Die Souls selbst sind an sich total friedlich und sogar der Meinung die Menschheit gerettet zu haben, da die Menschen so gewaltbereit sind, was den Souls selbst total fremd ist. Man kann sich außerdem vorstellen, was passiert wenn einer von diesen Souls in den Reihen der letzten 'freien Menschen' auftaucht. Gefahr ohne Ende, eine Welle an verwirrenden und verzweifelten Gefühlen, die die Menschen betrifft, die mit Mel verwandt sind oder sie lieben, aber natürlich nicht um den nagenden Zweifel herumgucken können, ob Mel wirklich zu retten ist, oder Wanda nur da, um die letzten Menschen zu verraten. In die Grundthematik ist dann natürlich eine mehr als komplizierte Liebesgeschichte eingebaut, denn da ist nicht nur Jared, der Mel liebt und umgekehrt, sondern auch noch Ian der Gefühle für Wanda hegt. Was Wanda fühlt und zu erkennen, ob es überhaupt möglich ist für einen von ihnen (Mel oder Wanda) seperate Gefühle und Gedanken zu haben, wenn sie in einem Körper existieren, dass ist eine der entscheidenden Fragen, die schließlich entscheidend für die gesamte Menschheit sein könnte. 





Bewertung:

(Vielleicht nicht so glänzend wie sonst, aber immer noch glänzend genug)

1 Kommentar:

  1. Wie du bestimmt shcon weißt, ist es mein absolutes Lieblingsbuch! *-*
    Schöne Rezension, Lilly! :)

    LG!
    Lydia

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