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Montag, 8. Oktober 2012

Rezension







Neubeginn in Virgin River
Reihe Band I
Robyn Carr



"Da waren Fotos, die ein idyllisches kleines Dorf zeigten."
Quelle: Mira Taschenbücher
Raus aus der Hektik der Großstadt, rein in die Natur. Das Angebot, als Arzthelferin und Hebamme in dem kleinen Örtchen Virgin River zu arbeiten, kommt der Krankenschwester Mel gerade recht. Vielleicht kann sie hier die Schicksalsschläge der letzten Monate überwinden. Allerdings stellt sie gleich bei ihrer Ankunft fest, dass die Realität des einfachen Landlebens nicht dem idyllischen Bild entspricht, was sie sich gemacht hatte. Doch ein auf den Stufen der Arztpraxis ausgesetzter Säugling macht ihr einen Strich durch die Abreisepläne. Und als der attraktive Barbesitzer Jack sich dann noch alle Mühe gibt, ihr die Schönheit der Landschaft und die Menschen des Ortes nahe zu bringen, ist Mel beinahe versucht, Virgin River noch eine Chance zu geben.

Quelle: Amazon



Cover:
Das Cover hat mich sofort verzaubert. Ich liebe solche Cover für solche Themenbücher. Diese herrliche Landschaft in den satten Farben, das verträumte Waldhäusschen, die Spiegelung in dem intensivblauem See. Dann unten das Holz und darin toll eingearbeitet den Titel der Reihe: Virgin River, während im See der Titel des Buches: Neubeginn (in) steht. Einfach nur klasse. Ich bin hier mit allem zufrieden. Bilderauswahl, Farbgebung und auch Gestaltung sowie Setzung der Titel und Autorennamen. Einfach klasse.

Bewertung:










Leseeindruck: 
Mein erster Roman von Robyn Carr. Ich habe das Buch ein paar Mal in meine enge Auswahl genommen, aber es hat gedauert bis es dann auch endlich bei mir einziehen durfte. Es war genau die richtige Entscheidung, weil es ein richtiges Urlaubsbuch war. Ich bin zwar erst direkt nach meinem Urlaub zum Lesen gekommen, so aber habe ich die Entspannung und die gute Laune noch ein wenig weiter 'festhalten' können, im Lesen.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm. Sie beschreibt sehr schön und viel, aber ohne das es langweilig wird oder man sich erdrückt fühlt. Das finde ich unheimlich toll und zudem faszinierend, da es hier doch viele Fakten gibt. Immerhin ist Hauptfigur Mel eine Krankenschwester und Hebamme und als solche arbeitet sie schließlich auch in Virgin River. Als Leser erlebt man viel von ihrem Arbeitsalltag mit und dennoch verliert man sich nicht in Fachbegriffen oder Geburtsbeschreibungen und denkt dabei: verstehe ich nicht bzw. interessiert mich nicht, wann gehts eigentlich weiter. Das gleiche gilt für all die neuen Dinge in ihrem Leben, die Mel kennenlernt und erlernt. Sei es nun das Leben im Wald, dass sie als Großstadtmensch nicht kennt, oder ein neues Hobby wie das Angeln. Nirgendwo hat man das Gefühl, es wird sich tot-beschrieben. Es war stets genau richtig und damit super leichtgängig und doch tiefgehend erzählt.
Die Charaktere sind von den Hauptfiguren bis zu den Nebenfiguren allesamt super sympathisch und am Ende wohnt man fast auch ein bisschen in Virgin River, so gut kennt man sich im Örtchen und mit den Leuten aus. In meinem Falle wohnte ich gerne in Virgin River und bin sehr gespannt, was ich noch von den Figuren und ihrem Leben erfahre. Geschickt hat Robyn Carr vor allem das Problem gelöst, dass es sehr viele Figuren im Buch gibt und viele kleine Geschichten. Aber sie sind alle mit Mel als Krankenschwester, Freundin oder einfach nur 'neue' Stadtbewohnerin verbunden und zudem gelingt es Robyn Carr die Figuren nach und nach in Ruhe einfließen zu lassen, so dass man an keiner Stelle überfordert wäre, oder denkt, dass kann ich mir gar nicht alles merken und es wird zuviel.
Die Geschichte selbst ist einfach so ur-sympathisch wie das Örtchen Virgin River selbst, dass sich ganz anders darstellt, als es Mel ausgemalt wurde. Die Häuser verlieren ihre Farbe und sind teils runtergekommen. Von ihrem verträumten Waldhaus fangen wir gar nicht erst an, dass eine Katastrophe ist, als sie ankommt. Die Straßen sind eng und mit ihrem Cabrio nicht zu befahren, stattdessen bräuchte sie eher einen Geländewagen.
Das Cafe, auf das sie sich freute ist schon vor Jahren geschlossen worden, eine Schule gibt es auch nicht, die Haare frisiert man sich nicht beim Friseur, sondern in einer Garage.
Eine große Umstellung für Mel, die aus L.A. ganz anderes gewöhnt ist. Schnell plagen sie die Zweifel ob ihre Flucht aufs Land, in die Wildnis und Einsamkeit wirklich die richtige Entscheidung war, denn es scheint als trüge der Schein und auch das Landleben sei nicht perfekt und vor allem sie dem eventuell nicht gewachsen.
Das der eigentliche Dorfarzt 'Doc' sie jetzt gar nicht da haben will, sondern am liebsten wollen würde, dass sie wieder abreist, macht es nicht gerade einfacher den Willen zu finden, Virgin River eine Chance zu geben und damit ihrem Neuanfang.
Aber da ist auch Jack, Jack der Barbesitzer, in dessen Bar jeder einkehrt, isst, trinkt und das gesellschaftliche Leben pflegt. Jack nicht nur hilfsbereit, sondern auch gutaussehend. Jack, ein Single, der ganz offensichtlich vom ersten Moment an, an Mel interessiert ist. Er versucht sie zu überreden zu bleiben und je länger ihm das gelingt, umso mehr verliebt sich Jack in sie und Mel sich in Virgin River. Aber kann ihr verletztes Herz mehr lieben als Virgin River, zum Beispiel auch Jack?

FAZIT:
Ein ganz bezauberndes Buch, dass mehr als nur unterhält. Nicht bloß ein Buch für zwischendurch, ein Buch für die Seele und das Herz. Ein Buch das Spaß macht, ein Buch das verzaubert und weder groß angelegte Katastrophen braucht, noch auf Überdramatik zurückgreifen muss, um spannend zu sein. Ein Buch, dessen Spannung, Spaß und Lesefreude allein aufs Leben selbst zurückzuführen ist. Robyn Carrs Liebe zu ihrer Arbeit und dem Leben fließen in das Buch ein und machen Virgin River zu einem Lesevergnügen in dem man gerne für ein paar Stunden 'neuanfangen' möchte. Klare Leseempfehlung, ich freue mich auf Band II und ein Wiedersehen in Virgin River.

Bewertung:


1 Kommentar:

  1. Huhu Lilly,

    vielen Dank für deine Rezi ^^ ich finde sie ist dir gut gelungen und beantwortet alle meine Fragen die ich bezüglich des eigenen lesens haben würde. So wie du es beschreibst kann es ein Buch für mich sein, denn es muss nicht immer überdramatisch zuwege gehen ^^

    LG
    Romi

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