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Montag, 5. November 2012

Rezension






Nebra
Thomas Thiemeyer


Packender, Abenteuer-Mystery Thriller
Quelle für Bild und Text: Droemer Knaur


Rund um den Brocken im Harz bereiten sich Hotels und Gemeinden auf den Touristenrummel zu Walpurgis vor. Auch die Archäologin Hannah Peters ist dorthin unterwegs; im Auftrag des Landesmuseums soll sie die geheimnisumwitterte Himmelsscheibe von Nebra erforschen, einen sensationellen bronzezeitlichen Fund aus der Gegend.
Was sie nicht wissen kann: Die Scheibe ist das Objekt der Begierde eines dunklen Kultes, der in den Höhlen des Harzgebirges seit langem darauf lauert, einen alles vernichtenden Ritus zu zelebrieren. Unmerklich wird Hannah in die Machenschaften des Kultes hineingezogen – und schon bald kündigen seltsame Himmelserscheinungen eine Walpurgisnacht an, die nie wieder enden wird …


Cover:
Das Cover passt wirklich hervorragend zu der fundierten Hintergrundgeschichte des Thrillers. Aber selbst wenn man diese noch gar nicht kennt, macht das Cover neugierig. Es passt zu dem, was im Klappentext verraten wird und ist zudem auch gut gestaltet. Besonders gut gefällt mir die Darstellung des Titels. Für einen Thriller vielleicht nicht ganz so ein 'typisches' Cover, aber gerade weil es kein 'typischer' Thriller ist, passt genau das so gut ins Gesamtpaket.

Bewertung:









Leseeindruck: 
Nachdem mich die Jugendbuchreihe 'Das verbotene Eden' sehr begeistert hat, wollte ich unbedingt mehr von Thomas Thiemeyer lesen. Auf 'Ben und Magda' müssen wir Leser ja leider noch ein bisschen warten und insofern habe ich mir die bisher erschienenen Bücher des Autors angesehen. Durch Zufall traf es sich, dass ich Nebra dann mit Kerstin tauschen konnte. (Vielen Dank noch mal *o* ) Der Thriller passte zudem in den Leseplan meiner Challenge. Also habe ich ihn dann auch gleich mal gelesen und muss sagen auch dieses Buch hat mich auf seine Art begeistert.

Der Schreibstil des Autors ist wirklich sehr gefällig. Man merkt natürlich den stilistischen und sprachlichen Unterschied zu den Jugendbüchern. Vor allem die fundierte Recherchearbeit des Autors ist einfach nur beeindruckend. Zudem gelingt es ihm dieses 'archäologische' und 'wissenschaftliche' Wissen wunderbar in das Buch einzuarbeiten und so zu präsentieren, dass ich nicht den Eindruck hatte, überfordert oder gelangweilt zu sein.
Die Charaktere haben mir gut gefallen. Hannah ist eine interessante Frau, die hier und da auch ihre Macken hat und durch ihre Entscheidungen und den ein oder anderen 'Fehler' sehr menschlich und greifbar wirkt. Das fand ich durchaus sympathisch auch wenn sie mir manchmal doch sehr schnippisch vorkam.
Sowohl der Exfreund John, als auch der neue Anwärter auf Hannahs Herz Michael sind sehr interessante Figuren. Von John erfährt man nicht so viel, aber das liegt wohl auch daran, dass man ihn im Buch: Medusa (Vorgeschichte) bereits kennenlernte. Ich habe Medusa nicht gelesen gehabt und kam dennoch sehr gut mit Nebra und den Figuren zurecht. Man braucht also kein Vorwissen und kann den Thriller auch für sich genommen lesen.
Die Spannung des Buches besteht vor allem darin, dass man zwar ungefähr ahnt und darauf kommt, was in der Walpurgisnacht passiert, aber man weiß nicht, wer die Clique aus dem Prolog ist, in welchem Zusammenhang sie auftauchen, welche Rolle sie noch spielen und lange Zeit ist man so in Hannahs Sicht 'gefangen', dass man nicht weiß, wer auf welcher Seite und damit auf ihrer Seite steht. So kommen viele Wendungen tatsächlich überraschend und gerade zum Ende hin wird es immer spannender. Die Auflösung war dann sehr schnell und verlustreich, um es so zu sagen, aber in sich schlüssig und zufriedenstellend. Der Abschluß hätte für mich noch etwas ausführlicher sein dürfen, wirkte er doch sehr kurz und abgehandelt, aber alles in allem unterhält der Thriller einen mit Abenteuerlust, Spannung und einer guten Portion Mystik getragen von interessanten Figuren und Figurenbeziehungen.


FAZIT:
Ein spannender Thriller, der jedoch stark die Elemente eines Mysterie Abenteuerromans aufweist. Ich denke man muss dafür offen sein und sollte keinen der typischen Ermittlerthriller oder sonstige spannende 'Mördergeschichten' erwarten. Der Thriller ist tatsächlich anders, aber wer das mag, der kommt hier voll auf seine Kosten und darf sich einmal mehr von Thomas Thiemeyer auch auf 'Erwachsenenebene' begeistern lassen.

Bewertung:

Kommentare:

  1. Oh, das hört sich ja mal interessant an... :) Schöne Rezi, wie immer! :)

    LG!
    Lydia

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  2. Hi Lilly,

    freut mich, dass Dir das Tauschbuch gefallen hat!

    Lieber Gruß
    Kerstin75

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  3. Danke ihr beiden :) *o* Das lese ich doch gerne!

    LG
    Lilly

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