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Freitag, 4. Januar 2013

Rezension








TIGER's CURSE [ Reihe Band I ] - Colleen Houck
Quelle für Bild und Text: Splinter
Passion. Fate. Loyalty.
Would you risk it all to change your destiny?


The last thing Kelsey Hayes thought she'd be doing this summer was trying to break a 300-year old Indian curse. With a mysterious white tiger named Ren. Halfway around the world.
But that's exactly what happened.
Face-to-face with dark forces, spellbinding magic, and mystical worlds where nothing is what it seems, Kelsey risks everything to piece together an ancient prophecy that could break the curse forever.
Tiger's Curse is the exciting first volume in an epic fantasy-romance that will leave you breathless and yearning for more.



DAS COVER

Die Gestaltung des Covers, oder vielmehr des Schutzumschlags, ist einfach atemberaubend schön. Die Ornamente in den Ecken erwecken gleich einen arabisch-indischen Touch und passen damit natürlich sehr gut zu dem ungewöhnlichen Handlungsort der Geschichte. Der weiße Tiger, was soll ich da sagen? Der ist nicht nur atemberaubend schön, sondern mit so klasse Augen ausgestattet, dass man den Eindruck bekommt, er sieht einem ins Herz. Sehr schöner Vergleich zu Ren. So richtig edel wird das Buch durch den Glitzereffekt, den der Umschlag aufweist. Je nach Lichteinfall schimmert er in verschiedenen Blau- und Silbertönen. Großartig!



Bewertung:







DER INHALT

In TIGER's CURSE geht es um zwei indische Prinzen die vor laaaaanger Zeit von einem fiesen [ was auch sonst ;) ], machtgierigen Mann ihres Erbes und ihres Lebens beraubt werden. Ich möchte mal nicht zu viel verraten, weil auch wenn man das schnell herausfindet, ist es doch wesentlicher Bestandteil der ersten Seiten.
Die junge Kelsey kurz Kells verdient sich neben der Schule - in den Ferien - Geld und landet dabei in einem Zirkus. Dort kümmert sie sich um alle Arbeiten, die so anfallen und verkauft unter anderem Tickets und in den Pausen Getränke und Snacks.
Sehr schnell entwickelt Kells jedoch eine Faszination für den weißen Tiger des Zirkus mit Namen Dhiren. Sie baut zu dem Tiger, dem sie beginnt vorzulesen, eine intensive Beziehung auf und stellt schnell fest, dass Dhiren nicht umsonst so treue Augen hat und ihr Gefühl, er sei etwas Besonderes, sie nicht täuscht. Mit ihrem Entschluß Dhiren zur Freiheit zu verhelfen, beginnt für Kells eine Reise nach Indien, in ein fantastisches Abenteuer voller Legenden und Mythen, die jedoch nicht ganz ungefährlich sind ...




STIL UND CHARAKTERE

Der Schreibstil der Autorin ist wirklich sehr schön. Colleen Houck beschreibt in bildhafter Weise eine tolle, mystische Kultur mit vielen Mythen und Legenden und achtet dabei auf viele Details. Die Örtlichkeiten werden genaustens beschrieben, vom Dschungel bis zum Tempel und auch die Menschen und vor allem das Essen wird immer wieder bis ins Kleinste beschrieben. Man erfährt so gleich sehr viel über die indische Kultur und das hat mir gut gefallen.
Das Buch erhält durch diese ausführliche Sprache einen 'märchenhaften' Zug, der die Geschichte noch fantastischer wirken lässt. Das Englisch ist dennoch jugendlich und gut verständlich.

Kells als Hauptfigur des Buches war keine der Buchfiguren, die mir sofort ans Herz wuchs, oder zu der ich eine sofortige Verbindung spürte. Vermutlich sind wir uns nicht so ähnlich, oder vielleicht gab es auch zu viele Kleinigkeiten, bei denen ich ihre Entscheidungen oder Handlungen nicht ganz nachvollziehen konnte. Sie ist bis zum Schluß - vor allem da - ein schwieriger Charakter für mich gewesen und geblieben. Aber ich mag sie trotzdem irgendwie. Sie hat das Herz auf dem rechten Fleck und einen gesunden Humor, außerdem ist sie einfach durch ihre hilfsbereite Art sehr liebenswert.

Die beiden Brüder Dhiren und Kishan fand ich sehr interessante, ausgewogene und tolle Charaktere. Ich könnte mich für keinen der beiden Brüder entscheiden und habe sie beide ins Herz geschlossen. Vor allem aber Rens Humor hat mir im Verlauf des Buches mehr und mehr zugesagt. Genau so wie seine ungestüme Art, wenn er wütend wird - was bei Kells Verhalten manchmal gar nicht anders geht - einfach nur köstlich amüsant ist.

Besonders gut hat mir jedoch die Rolle von Mr. Kadam gefallen. Er war mir sofort sympathisch und ich fand ihn eine tiefgehende, beeindruckende Nebenfigur, die dem Buch das gewisse Etwas gegeben hat.





KRITIK

Nicht so gut gefallen am Buch hat mir, dass ich tatsächlich am Anfang Probleme mit Kells hatte. Und zwar mit Kells und den vielen Beschreibungen des Dschungels, der Tiere etc.
Das Buch ist aus der Ich-Perspektive geschrieben und wenn mir der Dschungel beschrieben wird mit einheimischen Pflanzen, dann muss ich davon ausgehen, dass Kells weiß, was sie da sieht. Da vorher gesagt wird, dass sie noch nie in Europa oder sonst wie so weit weg war und Indien ihr völlig neu ist, fand ich es bisweilen einfach unglücklich und unglaubwürdig, dass so viele Details beschrieben wurden, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass Kells all diese Namen der Pflanzen- und Tierwelt kennt.
Das ist jedoch nur eine Kleinigkeit, die mir dennoch bisweilen störend aufgefallen ist.

Mehr gestört hat mich, dass die Romantik - ja, die ist manchmal kitschig gewesen, weil er so perfekt ist, der Ren. Aber mir hat das gefallen, weil es zum Buch passte und zu Kells - im letzten Drittel des Buches an einem Punkt ankam, wo deutlich wurde, dass Kelsey und Ren beide Gefühle füreinander haben. Es wäre an der Zeit, dass das verliebte Paar zusammen kommt, damit das nicht passiert, muss ein Grund her, weswegen es nicht so kommt. Demnach klammert sich Kelsey an die haaresträubensten Ideen und als ihr bewusst wird, dass das nicht der Wahrheit entspricht, findet sie in Sekunden einen anderen Grund, der das genaue Gegenteil darstellt. Plötzlich hat sie nicht mehr Angst, dass sie nur ein 'Übergang' ist und Ren ein anderes Mädchen besser finden könnte. Plötzlich soll er erstmal das Leben ohne sie 'kennen und würdigen' lernen.
Also diese Wendung fand ich so an den Haaren herbeigezogen, dass es mich wirklich geärgert hat und mir die Dramatik am Ende vermiest wurde. Dafür muss ich leider Punkte abziehen, denn die Romantik war bis dahin - wenn auch hin und wieder 'too much' - sehr, sehr schön.




KURZ UND KNAPP

- Der Stil: Sehr schöner, bildhafter Schreibstil, der der verzaubernden, indischen Märchenstory aus 1001 Nacht gerecht wird. - Englisch für Anfänger mit gutem Schulenglisch verständlich -

- Die Charaktere: Anstrengende Hauptfigur, die es einem durch naives und kindisches Verhalten nicht immer einfach macht. Die aber auch Humor besitzt und ein großes Herz, was sie liebenswert macht und schließlich trotzdem sympathisch.
Wunderbare Nebenfiguren in Form der Brüder, allen voran Ren mit tollem Humor, der einen guten Ausgleich zu Kells und ein amüsantes Team mit Kells abgibt. Außerdem bekommt Mr. Kadam von mir 1001 Punkte für eine tolle Nebenfigur mit viel Herz und Tiefe.

- Kritikpunkte: Fehlende Verbindung zur Hauptfigur und zu konstruierte Wendung in der romantischen Geschichte zwischen Dhiren und Kelsey, die mir das dramatische Ende unnötig kaputt machte.

- Die Story: Viele Abenteuer reihen sich aneinander und jagen einen von einer Spannung zur nächsten. Viele indische Geschichten aus 1001 Nacht werden lebendig, begleiten und durchziehen die Geschichte und machen das Leseerlebnis einmalig anders. Die Romantik ist manchmal nahe am Kitsch, aber dafür sehr schön und berührend. Ausgewogene Mischung aller Elemete bieten viel Lesespaß!

*FAZIT: Leseempfehlung für Fantasyfans und Romantiker, die auch bei Kitsch nicht gleich verzweifeln.*


Bewertung:


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