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Samstag, 16. Februar 2013

Rezension - Dance of Shadows



Dance of Shadows - Tanz der Dämonen [Reihe Band I] - Yelena Black
Quelle: bloomoon


DAS COVER

Die Gestaltung und Aufmachung des Buches ist einfach nur wunderschön und sehr gelungen. Das Bild hat mich sofort angesprochen und in seinen Bann gezogen. Diese kräftig roten - beinah blutroten - Rosenblätter, bei denen man nicht weiß ob sie von oben fallen oder nach oben steigen, haben mich sofort fasziniert. Die Figur könnte - nach dem Lesen - wirklich Vanessa sein, was mir ebenfalls gut gefällt. Dann der düstere Hintergrund, der ein wenig an einen Himmel erinnert, bei dem ein Gewitter aufzieht. Einfach klasse, da so auch die Stimmung des Buches gut gefasst wird und außerdem wirkt das Rot so noch stärker im Fokus.

Bewertung:












DER INHALT

Vanessa ist eine sehr talentierte Balletttänzerin und kommt als neue Schülerin an die New Yorker Ballettakademie. Das Motto der Schule für die begabtesten Tänzer und Tänzerinnen lautet: Tanze dein Leben.
Für Vanessa besteht das Leben jedoch aus mehr. Sie ist sich nicht einmal sicher, ob sie wirklich Profiballerina werden will. Ihr wahrer Grund an diese Schule zu kommen, ist ein ganz anderer. Denn ihre ältere Schwester Margaret war auch an der New Yorker Ballettakademie, bis sie schließlich spurlos verschwand. Dieses Ereignis zerstörte Vanessas Familie, so dass nichts mehr so ist, wie früher.

In der Schule freundet sie sich sehr schnell mit ein paar Leuten an und außerdem trifft sie den mysteriösen und gleichzeitig anziehenden Zep. Vanessa fühlt sich zu ihm hingezogen und verliebt sich in diesen älteren Tänzer und sobald sie mit ihm zusammen im Stück 'Feuervogel' tanz, vergißt sie die Welt. Es ist als ergreife eine größere Macht von ihr Besitz. Vanessa schwebt in großer Gefahr, doch sie muss hinter das Geheimnis der Schule kommen und sie weiß nicht, wem sie dabei vertrauen kann und wer nicht will, dass sie die Wahrheit herausfindet.




DER STIL UND DIE CHARAKTERE

Der Schreibstil von Yelena Black ist sehr flüssig und lässt sich gut lesen. Sie schreibt nicht oberflächlich, geht aber auch nicht zu sehr in die Tiefe. Ihre Sätze sind einfach formuliert und kurz, was das Lesetempo erhöht. Jedoch steckt in den Tanzsequenzen, die sie beschreibt, sehr viel Bildgewalt und Detail. Man liest in jedem Wort die große Leidenschaft der Autorin zum Tanzen und hat so oft das Gefühl, die Figur direkt vor sich 'tanzen' zu sehen, ohne das die Buchstaben anfangen zu tanzen.

Vanessa ist die Hauptprotagonistin des Buches und aus ihrer Sicht wird auch die Geschichte erzählt. Sie ist erst 15 Jahre alt und doch in vielerlei Hinsicht unreif und kindisch. Oder sagen wir, sie handelt ihrem Alter entsprechend. Hin und wieder jedoch scheint sie dann wieder wesentlich älter und als Leser gewinnt man den Eindruck, dass sie sehr unberechenbar in ihren Gedanken und Entscheidungen ist. Ein wenig überemotional und unüberlegt.
Ihre Freunde spielen zwar eine wichtige Rolle und werden im Buch immer wieder erwähnt, oder tauchen in Gesprächen auf, aber man erfährt nicht all zu viel von ihnen und so bleiben sie recht blass. Mit Zep und Justin ist es ähnlich. Sie bleiben bis zum Schluß mysteriös und uneinschätzbar, was die Spannung im Buch natürlich hoch hält, auch wenn man sich wünscht, mehr über die beiden Jungen erfahren zu haben.


KRITIK

Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut und die Leseprobe hat mich genauso schnell fasziniert, wie das Cover mich ansprach. Doch ich muss sagen, dass ich nach dem Lesen doch ein wenig enttäuscht oder wenigstens ernüchtert bin.
So viel Leidenschaft und Detailverliebtheit wie die Autorin in die Beschreibungen des Tanzens und die Gefühlswelt Vanessas während sie tanzt, gelegt hat, so wenig Beachtung schenkt sie der Charaktertiefe, der Geradlinigkeit der Charaktere und deren Weiterentwicklung.
Mal wirkt Vanessa wie eine typische, naive 15jährige, die sich Hals über Kopf, nach dem ersten Blickkontakt und Wort des natürlich übermenschlich gut aussehenden und von einer geheimnisvollen Aura umgebenen Zep verliebt. Ohne das sie bei all den mysteriösen Vorfällen jemals ihn verdächtigt, oder sich wundert, weshalb er sie nie zurückruft, keine SmS beantwortet und auch nie da ist, wenn sie ihn sehen will. Wenn es um Zep geht, schwebt Vanessa auf einer unerträglichen, unrealistischen Wolke sieben. Das wäre prinzipiell nicht so schlimm, wenn sie nicht in anderen Situationen viel reifer und plötzlich viel weniger naiv handeln würde. Zum Beispiel denkt sie noch darüber nach, nie einen Freund gehabt oder geküsst worden zu sein und sobald Zep sie dann küsst, vergißt sie die Welt um sich herum und küsst ihn plötzlich wie eine Geübte Könnerin, die gerne mehr als nur küssen wollen würde.
Diese Unbestimmtheit in ihrem Charakter und die Sprünge in ihren Handlungen haben oft dazu geführt, dass man sie nicht nachvollziehen konnte. Außerdem sieht man die Oberflächlichkeit auch daran, dass sie sich mit ihren neuen Freunden innerhalb eines Tages so anfreundet, als kenne man sich schon ein Leben lang.
Obwohl mir die mysteriöse Spannung und die tollen Tanzbeschreibungen gefallen haben und ich auch die Grundidee super interessant fand, hat mich die Oberflächlichkeit in der Ausarbeitung stark gestört. Zwischendurch hatte ich zudem das Gefühl, dass sich alles nur noch im Kreis dreht und das Ende unnötig hinausgezögert wurde, ohne dass es spannend war oder etwas passierte.


KURZ UND KNAPP

- Stil: Sehr flüssig zu lesen und gerade in den Tanzbeschreibungen eine starke emotionale Tiefe und Bildgewaltigkeit

- Charaktere: Oberflächliche Ausarbeitung und wenig Tiefe machen es nur schwer möglich mit Vanessa mitzufühlen und eine Vebrindung zu ihr aufzubauen. Außerdem verschwendet die Autorin reichlich Potenzial bei den Nebenfiguren, die viel Platz einnehmen, ohne Gestalt anzunehmen. Schade.

- Story: Der Roman beginnt sehr stark und zieht einen in die mysteriöse Welt der New Yorker Ballettakademie. Die Spannung beginnt hoch und wird durch tolle Tanzszenen bereichert. leider bricht der Roman in der Mitte im Spannungsbogen ein und die oberflächliche Ausarbeitung der Charaktere enttäuscht. Das Ende kam dann sehr schnell und beinah etwas banal daher.

* FAZIT: Grundsätzlich eine interessante Idee mysteriös umgesetzt. Eine wunderschön geschriebene Ode an das Tanzen und die Gefühlswelt eines Tänzers, aber leider nicht besonders spannend umgesetzt und die Oberflächlichkeit der Umsetzung hinterlässt einen fahlen Nachgeschmack. Empfehlenswert für jeden der Ballett und die Welt des Tanzens liebt. Jedoch sollte man mit nicht zu hohen Erwartungen an diesen Roman gehen und darauf gefasst sein, dass es der Auftakt einer Serie ist und kein Einzelband. *

Bewertung:







Ich bedanke mich dennoch bei Vorablesen und Bloomoon für die Bereitstellung des Rezensionsexemplar.

Kommentare:

  1. Ohhh, nur zwei Feen? Also ich muss sagen, dass ich das Buch wieder von der WuLi gestrichen habe. Es sieht toll aus, aber die Bewertungen sind eher so mittelmäßig und jetzt ist deine auch nicht so begeistert. Darum für mich kein Lese-Muss :-)

    Übrigens, ich freu mich grad total, dass du den Buchtitel in der Überschrift erwähnst, hihi :-)

    Grüß dich lieb!
    Damaris

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    1. Ja, du warst ja nicht die erste und ihr habt mich überzeugt :P :D :D

      Ja, leider war das Buch nicht so gut, wie ich durch die Leseprobe erwartet hätte. Da fehlte einfach die Charaktertiefe. Sehr schade. Als Lesemuss würde ichs es auf jeden Fall nicht bezeichnen. Da gibts es bessere Bücher.

      LG
      Lilly

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  2. Habs auch grad durchgelesen. :) Hab 3,5Pkt gegeben da ich das Tanzen einfach selber liebe. :) Aber ja es hat Schwächen. ;)

    Schöne Rezi! :)

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  3. Also ich fand das Buch wirklich klasse und das tanzen hat sie sehr gut beschrieben. Ich freue mich auf einen 2. Band.

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