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Sonntag, 3. März 2013

Rezension: Das Schicksal ist ein mieser Verräter


Das Schicksal ist ein mieser Verräter- John Green
Quelle: Hanser


DAS COVER


Ich finde das Cover auf eine Art bezaubernd und wunderschön, die anders ist. Auffallend anders. So anders, schlicht und doch gleichzeitig verträumt, wie auch der Inhalt des Buches am besten mit 'anders' zu beschreiben ist. Schlicht, verträumt, berührend und doch in all diesen bekannten Aspekten anders.
Für mich eine gelungene und absolut wunderschöne Covergestaltung.

Bewertung:





DER INHALT

In dem Buch geht es um die Geschichte von Hazel. Hazel und Augustus. Hazel, Augustus und Isaac. Und eigentlich auch von allen anderen Menschen in ihrem Leben.
Hazel ist sechzehn Jahre alt und hat Krebs. Ihre Lunge arbeitet nur eingeschränkt und Hazel ist darauf angewiesen ständig mit Sauerstoff versorgt zu werden. Obwohl ihre Diagnose klar ist: Heilungsschancen gibt es keine - ist sie ein medizinisches Wunder, denn sie lebt immer noch. Hazel hält sich selbst für eine Zeitbombe, während andere ihren Lebenswillen und Kampfesmut loben. Für andere ist sie eine Heldin im Kampf gegen des Krebs.
In einer Selbsthilfegruppe lernt sie schließlich Isaacs besten Kumpel Gus kennen. Und obwohl sie eine Zeitbombe ist und emotionalen Kontakt meidet, verfällt sie Gus einzigartigem Charme und findet etwas unersetzlich Wertvolles.
Was Hazel den Krebsbonus nennt, ist das Mitleid vieler Mitmenschen, dass ihnen als Krebskinder so manchen Wunsch erfüllt, der anderen verwehrt bleibt. Leider aber hält sich das Universum nicht an diesen Krebsbonus und in vielen Fällen kommt man wohl zu dem Schluß: Das Schicksal kann ein echt mieser Verräter sein.


STIL UND CHARAKTERE

Der Schreibstil von John Green bedeutet Lesevergnügen und Lesegenuss der höchsten Kunst. Wunderbar spielt er mit den Worten und es gelingt ihm trotz einfacher Sprache, kurzer Sätze eine beinah lebensphilosophische Tiefe in seinem Buch zu erschaffen. Einfach nur unvergesslich, unvergleichlich wunderschön.

Die Charaktere wachsen einem bereits nach wenigen Minuten, noch weniger Seiten und beinah noch weniger Wörtern ans Herz. Als Leser ertappte ich mich selbst hin und wieder dabei, Hazel, Gus und Isaac gerne einen 'Krebsbonus' gewähren zu wollen. Sei es auch nur, um sie ihren Wünschen, ihren Zielen etwas näher zu wissen. Sei es auch nur, um sie lächeln zu sehen, angesichts eines Schicksals das wenig Raum für ein Lachen bietet. Denkt man wenigstens und wird eines Besseren belehrt. Wie in wenig anderen Büchern sonst, habe ich hier aus tiefstem Herzen Tränen gelacht und das nicht, wegen all der komischen Situationen im Buch. Nichts an einem Haufen krebskranker Kinder kann lustig sein. Aber das was sie denken, was sie sagen, was sie fühlen und was sie tun, dass kann durchaus witzig sein. Denn Krebskinder oder nicht, Hazel, Gus und Isaac sind vor allem eines: Jugendliche wie jeder andere auch. Und am Ende weinte ich nicht, weil es eine Begleiterscheinung des Krebses ist, sondern die des Sterbens, wenn man einen liebgewonnenen Menschen gehen lassen muss.


KURZ UND KNAPP

- Stil: Unvergleichlich, undvergesslich, einfühlsam, humorvoll, peotisch, klar, direkt und wunderschön.

- Die Figuren: Keine Buchfiguren. Keine Krebskinder. Freunde. Liebgewonnene Freunde.

- Die Geschichte: Das Leben. Ungeschönt. Ergreifend, unfair und bittersüss echt.

* FAZIT: Ein Buch, dass jeder gelesen haben muss. Ein Buch, dass keinen Leser unberührt zurücklassen wird. Ein Buch, dass hält was es verspricht: Das Schicksal ist führwahr manchmal ein echt mieser Verräter, aber dennoch unendlich, unvergleichlich bezaubernd und wunderschön. Danke das es dich gibt, Schicksal. *

Bewertung:

Kommentare:

  1. Tolle Rezi, ich muss meine Freundin ich drängen es schneller zu lesen, das ich es mir bei ihr ausleihen kann... :D

    Lg Lina ;)

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  2. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob dieses Buch ein Buch für mich wäre... Ich komme mit traurigen Büchern nicht so gut klar. Weißt doch, Happy-End-Junkie! ;)

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    1. Ja, doch manchmal ist so ein Buch genau das Richtige. Bin auch ein Happy-End Junkie, aber in dem Fall war das Buch trotzdem jede Seite wert. Wundervoll <3

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  3. Hey Lilly!

    Das Buch steht auch noch auf meiner WuLi und ich denke, ich werde es mal ein bisschen höher schieben. Deine Rezi klingt wirklich toll und macht mich nur noch neugieriger. :-)
    Allerdings weiß ich nicht, ob ich schon wieder bei einem Buch weinen will. Ich hab bei sowas immer sehr nah am Wasser gebaut. :-D

    LG
    Tilly

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