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Montag, 8. April 2013

Rezension: Bitterblue



Bitterblue [Trilogie Band 3] von Kristin Cashore
Quelle: Penguin


DAS COVER

Das Cover ist einfach nur wunderschön. Die Farbgestaltung ist einmalig. Ich finde sie harmonisch, warm und zudem wunderschön. Irgendwie passt es perfekt zu Königin Bitterblue.
Der Schlüssel ist toll in Szene gesetzt und sieht toll aus. Er bekommt nach dem Lesen des Buches natürlich noch eine besondere Bedeutung, aber schon vorher steht er für verschlossene Türen, für Geheimnisse und das trifft den Inhalt der Geschichte, oder Bitterblues Probleme ziemlich gut.
Lobend erwähnen muss ich zudem die wunderschöne, aufwendige Innengestaltung des Buches, die ich bereits im Neuzugängevideo damals zeigte. Alles in allem ein ganz toll gestaltetes Buch.

Bewertung:










INHALT

Im dritten Teil der 7-Königreiche geht es um eine Figur die man bereits aus dem ersten Teil 'Graceling' kennt. Bitterblue ist nun ein junges Mädchen und Königin von Monsea.
Als solche hat sie es nicht leicht. Nicht nur, weil sie noch so jung ist und viel lernen muss, sondern weil ihr Vater ihren Bewohnern so viel Leid zugefügt hat, dass die Auswirkungen von Lecks Herrschaft immer noch zu spüren sind.
Die meisten Menschen leiden noch immer an den Auswirkungen der Manipulation ihres Geistes durch Leck. Sie haben Probleme sich zu erinnern, zu entscheiden, was wahr ist und welchen Gedanken sie trauen dürfen. Sie sind teils gebrochen und gezeichnet und die einen wollen bloß vergessen und nie zurücksehen, während andere alles tun, um die Wahrheit zu erfahren.
Mit diesen beiden Wegen ist auch Bitterblue konfrontiert und als sie beschließt sich für die Wahrheit zu entscheiden und diese herauszufinden, gerät sie nicht nur vor verschlossene Türen, sondern in ein Labyrinth aus Geheimnissen, die zu erschreckenden, verstörenden und grausamen Erinnerungen führen, die so mancher um jeden Preis verschüttet wissen möchte.
Bitterblue kämpft mit alten und neuen Freunden gegen einen Feind, den sie nicht kennt und für ein Volk das sie und das sich selbst erst kennen lernen und neu erfinden muss.


STIL UND CHARAKTERE

Der Schreibstil von Kristin Cashore ist auch in diesem Buch einfach verzaubernd. Sie beschreibt das Königreich Monsea, seine Bewohner, das Schloß von Leck und seine Bewohner einfach eindrucksvoll, tiefgehend und mit viel Fantasie. Mir hat das wieder sehr gut gefallen.

Die Charaktere sind ebenfalls wieder ein großer Pluspunkt des Buches.
Bitterblue ist die erzählende Hauptfigur des dritten Teils und ein sehr liebenswerter, mutiger und gefühlvoller Charakter, den man schnell und leicht ins Herz schließt.
Sowohl alte, liebgewonnene Figuren tauchen immer wieder auf, allen voran natürlich Katsa, Po und auch Giddon spielt eine große Rolle im Buch. Ihn habe ich besonders in mein Herz geschlossen.
Aber auch neue Charaktere finden den Weg ins Buch und ins Leserherz. Allen voran Teddy und Saf. Wobei letztere scheinbar Bitterblues Herz erobert. Aber vor allem ihre Berater sind Kristin Cashore als 'politische Figuren' sehr gut gelungen. Man weiß nie, ob man ihnen trauen darf und kann sich an dieser Stelle gut in Bitterblue hineinversetzen. Das eine oder andere tragische Schicksal berühert einen hier zutiefst.


KRITIK

Gestört hat mich, dass die Geschichte sehr politisch war und damit wenig Raum für die Entfaltung der Liebesgeschichte ließ. In den anderen Büchern hat diese immer eine große Faszination auf mich gehabt und mich sehr begeistern können. Hier kommt sie nicht nur zu kurz, sondern endet sehr unbefriedigend. Ich war mit dem Ende - was die Offenheit und beinahe schon Unklarheit in Sachen Liebe angeht - nicht zufrieden, sondern eher enttäuscht. Zumal ich jemanden an Bitterblues Seite gesehen habe, bei dem man nicht weiß, ob das nun jemals passieren kann/wird oder nur in meiner Einbildung existiert.


KURZ UND KNAPP

- Stil: Ein wunderschöner, tiefgehender, fantasievoller Schreibstil sorgt für viele Geheimnisse, emotionale Wirrungen und Überraschungen, so wie für Spannung und Dramatik.

- Charaktere: Eine sympathische, mutige Hauptfigur und faszinierende, witzige, tolle, beeindruckende und wunderbare Nebenfiguren machen dieses Buch, was seine Charaktere angeht, wieder mal perfekt.

- Story: Sehr politisch, spannend, gefühlvoll, erschreckend dramatisch aber auch sehr bedrückend und ernst ist dieser dritte Teil doch anders als seine beiden Vorgänger. Jedoch ein würdiger, wenn auch zu offener - in Sachen Liebesdingen - Abschluß einer wunderbaren Trilogie.

- Kritik: Die Liebesgeschichte kommt zu kurz und endet zu offen, unklar.

* FAZIT: Ein würdiger Abschluß einer wundervollen Trilogie, der sich von seinen Vorgängern unterscheidet. Dieser Teil ist erwachsen, politisch, bedrückend und sehr ernst. Jedoch entschädigen Bitterblue und viele weitere interessante und tolle Nebenfiguren für eine teils anstrengende Story, die dadurch an Leben gewinnt und einfach nur - auf ihre Art - fasziniert und Spaß macht. Empfehlung als Reihenabschluß und klare Leseempfehlung an alle Fantasyfans für die gesamte Trilogie.* 

Bewertung:


Kommentare:

  1. Schöne Rezension!Ich habe das Buch auch geliebt, allerdings gefiel mir der politische Aspekt eigentlich ganz gut. Für mich ist es gerade ein großer Pluspunkt in Cashores Geschichten, dass die Liebe nur ganz hintergründig eingewoben wird - das macht sie irgendwie ganz besonders. Aber du hast recht: In dem Fall ist es schade, dass sie nicht wirklich ein Ende hat, man nicht weiß, was zwischen den beiden noch geschieht. das hat mich auch etwas ratlos zurück gelassen :D

    LG,
    Marie

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    1. Danke für deinen lieben Kommentar Marie,

      das Politische hat mich in dem Sinne auch nicht gestört. Ich fand es sehr interessant und gerade die persönlichen Schicksale haben mich berührt und die Spannung war bei all den Geheimnissen sehr hoch, aber ich fand es eben doch schade, das der Trilogieabschluß so offen und unklar endet, weil man in den anderen Büchern doch - was die Liebe anging - immer auch auf der romantischen Ebene auf seine 'Kosten' kam. :)

      LG
      Lilly

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  2. Schöne Rezension! Ich hatte das Buch vor eine Woche gelesen und war begeistert. Das Einzige, was mich gestört hat, war wie bei dir, dass man nicht wusste wie es mit der Liebe nun ist.
    Mir ist aufgefallen, dass sich Bitterblue und Giddon sich gut verstanden haben. Wer weiß? Vielleicht wurden die zu einem Paar. Wahrscheinlich ist es mir nur so vorgekommen. Ich fands schad, dass aus Bitterblue und Saf am Ende doch nichts wurde :-/

    Liebe Grüße
    Fitore

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    1. Genau das Gefühl hatte ich auch. Giddon und Bitterblue. So zwischen den Zeilen und ich muss zugeben, dass ich mir das auch ein bisschen gewünscht habe. Vielleicht daher mein Problem mit der offenen 'Ungewissheit' :D

      Danke für deinen lieben Kommentar.
      LG
      Lilly

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