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Mittwoch, 17. Juli 2013

Rezension: Delirium




Delirium [Band I] von Lauren Oliver
Quelle: Harper



DAS COVER

Das Cover des Buches hat mir richtig gut gefallen. Das Mädchen vorne drauf hat einen starken Gesichtsausdruck und die Augen geben dem Ausdruck eine tiefe Emotionalität. Als Lena kann ich sie mir zudem gut vorstellen.
Sicher ein etwas ungewöhnliches Dystopie-Cover, aber mich hat es angesprochen und es gefällt mir einfach gut.

Bewertung:








DER INHALT

Die Dystopie hat einen sehr andersartigen Ausgangspunkt und damit eine - für mich - völlig neue Idee. Lena, die Hauptprotagonistin, lebt in einer zukünftigen Welt, in der 'Liebe' als Krankheit ausgemacht ist. Sie ist die Ursache allen Übels, so könnte man sagen. Sie ist der Grund für Streitigkeiten, für Aufruhr, etc.
Also werden die Menschen einem Eingriff unterzogen, der ihnen ihre 'Gefühle' nimmt, so dass sie einfach gesagt: abstumpfen. Sie erhalten dann eine Auswahl passender Kandidaten, für eine Ehe. Aber Gefühle wie das Verliebtsein gibt es nicht mehr.
Auch Lena ist kurz davor 'geheilt' zu werden. Für sie ist das unheimlich wichtig, da ihre Familiengeschichte durch die Krankheit stark belastet ist. Doch während ihres Tests geht einiges schief und Lena lernt durch ihre Freundin Hana, die die Heilung skeptisch beäugt, Alex kennen. Und durch ihn erhält Lena einen völlig neuen Blick auf ihre Welt. Es passiert, was passieren muss: die Krankheit bricht aus und Lena verliebt sich ...



STIL UND CHARAKTERE

Der Schreibstil der Autorin ist sehr blumig an manchen Stellen nahezu poetisch. Ihr gelingt es wunderbar Gefühle, Emotionen und Stimmungen einzufangen, so dass man als Leser nahezu verzaubert wird. Negativ aufgefallen und gestört haben mich jedoch lange Passagen von Beschreibungen. [Orte, Landschaften, Situationen, etc.] Hier war es mir streckenweise dann zu viel und damit langatmig. Ein paar mehr Dialoge hätte ich mir zudem gewünscht, denn auch die kommen im Buch zu kurz.

Lena ist zunächst eine schwierige Figur. Da sie ihre Welt so nimmt, wie sie ist, macht sie es dem Leser gar nicht so einfach, sie zu verstehen oder eine Verbindung zu ihr aufzubauen, denn diese 'andersartige Welt', in der Lena lebt, ist einem schließlich doch sehr fremd. Und so ging es mir auch mit Lena. Ihre Wandlung und Charakterentwicklung fand ich gelungen, sie wurde mir von Seite zu Seite sympathischer, jedoch war der Weg dahin zu kurz. Die Art und Weise, wie sie beginnt zu zweifeln und zu hinterfragen, war mir zu lapidar und zu wenig ausgebaut. Da hätte man mehr rausholen können. Alles in allem lebt das Buch von einer komplizierten Hauptfigur, einem tollen männlichen Gegenpart und einer super Staffelei an Nebenfiguren, allen voran der sehr sympathischen Freundin Hana.



FAZIT:

Delirium ist eine etwas andere Dystopie, die eine hoch interessante Grundidee mitbringt. Diese beschäftigt sich eingehend und beinah mit philosophischen Ansätzen mit dem Thema Liebe und Gefühlen. Das Buch hat eine sehr bewegende und mitreißende Stimmung, die eine emotionale Spannung hervorruft, aber von leisen Tönen lebt. Es ist keine typische Dystopie mit Pageturner Effekt aufgrund von spannender Action.
Dennoch konnte mich das Buch, trotz Schreibstilkritik und Charakterschwäche, überzeugen und ich möchte gerne wissen, wie es mit Lena weitergeht, denn das Ende hat es wirklich in sich.
Eine Empfehlung für Dystopiefans, leiserer Töne im Stil von: Cassia und Ky.

Bewertung:


Kommentare:

  1. "Delirium" steht auch auf meiner Wunschliste!
    Das Cover mag ich auch sehr gerne (das Gesicht hat etwas von Keira Knightley :D ), aber das deutsche Cover gefällt mir fast noch ein bisschen besser!
    Eine schöne Rezension! :)

    Liebe Grüße,
    Anne

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    1. Ich finde auch, dass das Gesicht etwas von Keira Knightley hat. :)

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  2. Eine schöne Rezension! Band 2 trumpft mit wesentlich mehr Action auf, ohne jedoch die leisen Töne zu vernachlässigen. Ich fand ihn um Längen besser.
    LG
    Yvonne

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    1. Oh das klingt aufbauend Yvonne. Ich bin schon sehr gespannt und voller Hoffnung, dass es mir mit der Fortsetzung auch so ergehen wird, wie dir.

      LG
      Lilly

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  3. Hey Lilly!

    Sehr schöne Rezension! Ich hatte das Buch auch schon angefangen, dann aber aufgehört, weil ich mir nicht sicher war, ob es nun wirklich etwas für mich ist. Aber da ich ein großer Dystopie-Fan bin und auch nichts gegen "leise Töne" einzuwenden habe :-D , denke ich, ich werde dem Buch noch eine Chance einräumen. Mir gefällt, dass du auch auf die Kritikpunkte eingegangen bist und ich denke, dass das Buch mich dennoch ebenfalls überzeugen könnte. Danke! :-D

    LG
    Tilly
    *dir einen Schoko-Nikolaus da lass* :-D

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