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Montag, 5. August 2013

Rezension Stolen Mortality




Stolen Mortality von Jennifer Benkau
Quelle: Sieben Verlag



DAS COVER

Wenn ich nicht sowieso Fan der Autorin wäre und damit ein neuer Benkau-Roman zu dem Must - Reads für mich zählen würde, so hätte das Cover mich auf jeden Fall dennoch neugierig gemacht. Es ist so wunderschön gestaltet, dass es sofort die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Das Frauengesicht hat einen richtigen Ausdruck im Gesicht und strahlt Gefühl aus, was mir besonders gut gefällt. Die Farbwahl harmoniert und diese Schnörkel passen nicht nur zur Geschichte, sondern geben dem Cover etwas Besonderes, dass mich auch als 'nicht - Fan' dazu bewogen hätte, dieses Buch zu kaufen.

Bewertung:









DER INHALT

Jamian Bryonts ist ein Kienshi. Das sind Wächter, deren Erbe innerhalb der Familie weitergegeben wird. Als sein Vater stirbt, muss Jamian dieses Erbe antreten, obwohl er noch sehr jung ist. Die Kienshi sind mit besonderen Fähigkeiten ausgestattet, die sie bei einer Wandlung erhalten, jedoch müssen sie fortan Prana nehmen. Das ist die Lebensenergie von Menschen. Die Kunst eines guten Kienshi besteht darin, nie zu viel zu nehmen und dem Menschen somit nicht zu schaden.
Jamians Aufgabe ist es als Wächter im schottischen Dorf Glen Mertha dafür zu sorgen, dass die sich dort aufhaltenden Vampire keinen Blödsinn anstellen. Jamian ist also eine moderne 'Buffy', der seinen Job jedoch auf seine Weise macht und nicht zu den Kienshi zählt, die einen Hass auf Vampire verspüren und diese lieber tot sehen wollen.
Doch Vampire sind nicht Jamians einziges Problem. Er kümmert sich auch um seinen Bruder Junias, der ebenfalls ein Kienshi ist und viel zu früh gewandelt wurde. Er hat nur wenig Kontrolle über seine immensen Kräfte und so kam es vor kurzem zu etwas Undenkbarem. Bei einem Pranaraub hat Junias einen Menschen getötet. Das Urteil für ein solches Vergehen wäre in Junias Fall der Tod und so nimmt Jamian die Schuld auf sich. Als Strafe nimmt man ihm die Sterblichkeit, weswegen er nun verdammt ist auf ewig zu leben und Wächter in Glen Mertha zu sein. Steckt dahinter ein perfides Spiel des Senats?
Jamian vermutet so etwas und bekommt noch mehr Ärger, denn plötzlich taucht Laine in Glen Mertha auf. Die Vampirin hat einen tödlichen Auftrag, doch Jamian fühlt sich unwiderstehlich zu ihr hingezogen, was auch Laine nicht entgeht ...




STIL UND CHARAKTERE

Der Schreibstil von Jenny ist in diesem Buch wieder sehr angenehm und flüssig zu lesen. Man spürt die melancholische Stimmung, die vor allem die Vampirin Laine umgibt deutlich und doch spickt sie das Buch geschickt mit humorvollen Szenen und Situationen, so dass man nicht von der typischen Vampirstimmung niedergesdrückt wird.
Kritisieren möchte ich dagegen das furchtbare Schriftbild. Kaum Absätze und eine Minischrift machen das Lesen sehr anstrengend und schmälern den Lesespaß gewaltig.

Die Charaktere sind gerade in ihrem Potenzial unglaublich vielschichtig. Leider wird das Potenzial nicht voll ausgeschöpft. Durch schnelle Perspektivenwechsel hat man nicht die Chance sich voll und ganz auf die Gefühlswelt und damit Problematik einer Figur einzustellen. Dafür sind die Wechsel zu schnell und die Szenen zu kurz. So wurde es einem schwer gemacht, sich richtig auf die Figuren einzulassen und auf deren Probleme. Hinzu kommt, dass mir die Entwicklung von Jamian und Laine, auch im Hinblick auf ihre Gefühle füreinander, zu oberflächlich behandelt wurde. Vieles lässt sich auf rein körperliche - mit Blutlust vermischte - Anziehung zurückführen und so wirken Liebesbeteuerungen doch eher fahl und kitschig, ohne Gehalt.
Das Ende war zwar für mich keine große Überraschung, aber total fremd, weil ich keinen Sinn darin erkennen und vor allem das Handeln der Hauptfigur nicht nachvollziehen konnte.




FAZIT

Für mich war STOLEN MORTALITY eher eine Enttäuschung. Vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch, vielleicht liegt es auch einfach daran, dass ich nicht zum typischen Zielpublikum gehöre und ein Fan von Vampirbüchern hier mehr Gefallen an der Geschichte findet, auf jeden Fall konnte mich das Buch nicht so begeistern, wie das was ich bisher von der Autorin gelesen habe.
Ein Buch, das man als Fan von Vampiren sicher gelesen haben kann, aber das man nicht zwingend gelesen haben muss.
Auch wenn das Buch für mich nicht das Richtige war, freue ich mich nach wie vor auf mehr Lesestoff von Jenny und bleibe der Autorin treu. Nicht jedes Buch kann jedem Leser gleich gut gefallen.

Bewertung:


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