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Mittwoch, 27. November 2013

Rezension: Himmelsfern




Himmelsfern von Jennifer Benkau
Quelle: Script5



DAS COVER

Das Himmelsfern - Cover gefällt mir auf den ersten Blick sehr gut. Auf den zweiten Blick nur noch so halb und auf den dritten Blick dann wieder super. Kennt ihr das auch? Das ein Cover so unterschiedliche Gefühle hervorrufen kann?
Irgendwie wirkt es auf der einen Seite so einfach, so simpel, schnörkellos und wird damit gar nicht dieser genialen Geschichte, dieser tiefen Emotion und diesem tollen Schreibstil gerecht. Ja, es wirkt zu schlicht. Dann wieder aber liegt genau in dieser Schlichtheit der eigentliche Zauber, die eigentliche Faszination. Ich weiß nicht, ob ihr mir folgen könnt und mich versteht, aber auf den ersten Blick hätte ich dem Buch eher wegen des Titels, als wegen des Covers einen zweiten Blick gegönnt und gekauft hätte ichs mir dann weil das Cover mich in seiner Schlichtheit doch nicht mehr losgelassen hätte.

Bewertung:









DER INHALT


Wir lernen zu Beginn des Buches die junge Noa kennen. Diese wird in einen Schicksalsschlag verwickelt und als sie sich auf die Suche nach ihrem 'Schutzengel' macht, gerät sie in eine Sache, die sehr viel größer ist, als sie zunächst erwartet hat und vielleicht auch begreifen kann. Doch so absurd sich ihre Welt plötzlich verändert, kann Noa nichts dagegen machen, dass sie die Gefühle für Marlon nicht in der Lage ist zu ignorieren. Sie möchte sein Geheimnis erfahren, sie möchte ihn kennenlernen, obwohl ihr Marlon klar macht, dass das alles nicht nur gefährlich für sie ist, sondern sinnlos, denn ihre Liebe ist zum Scheitern verurteilt, denn Marlons Schicksal steht schon lange fest und Noa ist kein Teil davon.



STIL UND CHARAKTERE


Ach was soll ich sagen? Ich bin ehrlich und jeder der meinen Blog verfolgt, weiß es auch, dass mir Stolen Mortality nicht so gefallen hat. Es war einfach nicht mein Thema, nicht mein Buch. Doch Himmelsfern konnte mich von der ersten Seite an fesseln und hat mich regelrecht mit jedem weiteren Wort tiefer in die Geschichte, ja in die Seiten gezogen. Gut, dass ich nicht vergessen habe zwischendurch zu atmen, denn die Emotionen waren so berührend und ergreifend, dass ich Probleme hatte wieder in die reale Welt zurückzufinden. Selten hat mich ein Buch in letzter Zeit so gefangen nehmen können mit seinem emotional berührenden, klaren, poetischen und einfach wunderbaren Schreibstil.

Die Charaktere haben sich so fest in mein Herz geschlichen, dass ich schon behaupten kann, sie haben sich hineingebrannt. Noa war mir von Anfang an sympathisch. Ihr Humor, ihr Blick auf die Welt, ihre sogleich tapfere und toughe Art, hinter der sich ganz viel Schmerz, Verletzlichkeit und Sensibilität versteckt, haben mich angesprochen und ich konnte mich direkt mit ihr verbunden fühlen.
Aber auch Marlon mit seiner Art, den Stimmungsschwankungen, seiner Distanz, seinem Misstrauen, seiner Sorge und die Last, die er zu tragen weiß, konnten mich zutiefst berühren.
Doch noch mehr eingeprägt und bewundert habe ich die Gefühlstiefe, die sich bei mir für die Nebenfiguren entwickelt hat. Ich habe das E-Short nicht vorher gelesen, sondern es mir für danach aufbewahrt und trotzdem Marlons Bruder zunächst eher unsympathisch wirken mag, hab ich ihn so lieb gewonnen, dass ich zwischenzeitlich sehr mit ihm mittleiden musste und er war einer der Gründe, die mich zum Weinen gebracht haben. Überhaupt waren die Figuren, ihre Schicksale und ihre hohe, emotionale Wirkung phänomenal. Ich habe seit langem [Seit Rot wie das Meer von Maggie Stiefvater] nicht mehr so heftig und 'oft' in einem Buch 'weinen' müssen, wie hier. Und das vor Berührtheit und nicht unbedingt bloß vor Trauer.



FAZIT
Ein hoch emotionales, ein tiefgehendes, ein bewegendes Buch, dass einen fesselt, entführt, das Atmen vergessen lässt und aus dem man anschließend auftaucht, ohne ein Gefühl für die Wirklichkeit zu haben. Nicht nur Noas Leben, so wirkte es nach dem Lesen auf mich, sondern auch meines haben sich durch Marlon und diese Geschichte verändert.
Es öffnet nicht die Augen, sondern das Herz und ist ein MUST READ!!!
Bitte, bitte lasst euch das Herz öffnen und gebt Himmelsfern eine Chance. Vielleicht würdet ihr danach auch nicht mehr 'einsteigen', aber wenn ihr nicht eingestiegen wäret, würde euch etwas fehlen, glaubt mir.

Bewertung:

Kommentare:

  1. Hi Lilly,

    was für eine wunderbar emotionale Rezension :-)
    Ja, wenn man einen Benkau liest, bleibt einfach kein Auge trocken - du hast das sehr schön beschrieben. Nicht nur, weil es so traurig ist, was es ohne Frage oft auch ist, aber sie bekommt es immer wieder hin, dass die Augen einfach überlaufen, weil die Charaktere einen so berühren.

    Liebe Grüße
    MacBaylie

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  2. Ich war ja wirklich mehr als erleichtert, als du mir mitteiltest, dass es ein wunderschönes Ende hat. Momentan ertrage ich einfach keine unglaublich deprimierenden Enden mehr, das macht mich echt fertig!
    Aber Himmelsfern kann man definitiv noch ein zweites Mal lesen *_* ♥

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