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Montag, 16. Juni 2014

Rezension: Tiger's Quest von Colleen Houck




Tiger's Quest [Band 2] von Colleen Houck

Leseempfehlung für:
Urban Fantasy Leser // Mädchen // Fans romantischer (auch mal kitschiger) Jugendbücher // Märchen aus 1001 Nacht
Für Englischleser mit dem Level: Fortgeschrittene Englischleser (poetischer und anspruchsvoller Schreibstil)






Das Cover

Das Cover zu Tiger’s Quest ist wieder ein Augenschmaus. Das feurig schimmernde Orange erweckt sowohl einen bedrohlichen, als auch einen indischen Eindruck. Es passt nicht nur sehr gut zu dem schwarzen Tiger, sondern auch zu Kishan, die Figur hinter dem schwarzen Tiger. Außerdem hat das Bild etwas Edles an sich und die gesamte Gestaltung wird hochwertig und wie ein Märchen aus 1001 Nacht.





Kurze Inhaltsbeschreibung
[Spoiler für Band I]

Kelsey hat Ren verlassen und ist wieder in Amerika. Dort lebt sie nun in einem eigenen Haus – ihre Bezahlung – und geht aufs College. Sie bleibt mit Kadam in Kontakt, aber von Ren hört sie nichts. Der Versuch andere Jungen zu daten und Ren zu vergessen, missglückt. Als Ren dann plötzlich auftaucht, sind alle Gefühle für ihn wieder da. Doch können sie und Kelsey alle Hindernisse überwinden und finden sie zueinander?





Schreibstil und Storyverlauf

Mit dem Schreibstil der Autorin komme ich auch nach Band 2 immer noch nicht richtig klar. Ich mag ihren poetischen Schreibstil und gerade in den romantischen Szenen ist dieser sehr gefühlvoll und besonders. Allerdings ist er mir auch zu beschreibend und zieht mir die Handlung dadurch oftmals so in die Länge, dass es mir schwer fällt am Ball zu bleiben.

Diverses Gefühls- hin und her und eine in den Vordergrund gerückte Dreiecksgeschichte haben mich zusätzlich enttäuscht.

Das Abenteuer, das Kelsey und Kishan erleben, um die nächste Aufgabe zu erfüllen, fand ich dagegen wieder richtig gut. Es entführt einen in eine beinah traumhafte Welt und stellt mit vielen indischen Legenden und Elementen etwas Besonderes dar, das man so noch nicht oft gelesen hat.

Das Ende hat mich richtig gepackt und emotional mitgenommen. Es ist kein direktes Cliffhänger Ende, aber dennoch so dramatisch, dass man es kaum abwarten kann, zu erfahren wie es mit Kelsey, Ren und Kishan weiter geht. 




Die Charaktere und ihre Entwicklung

Kelsey ist mir im zweiten Band sympathischer geworden. Ihre Entscheidung Ren zu verlassen, konnte ich überhaupt nicht verstehen und war für mich an den Haaren herbeigezogen. Kels begreift das auch und entwickelt sich hier weiter. Sie wird erwachsener und öffnet sich Ren. Gerade der Anfang, der sie erst im Alltag und dann im Alltag mit Ren zusammen zeigt, hat mich begeistert.
Ihre bedingungslose Liebe zu Ren ist besonders und hat mich emotional berührt. Schade, dass die Autorin diese einer Dreieckgeschichte opfert, die man so als Klischee in jedem zweiten Jugendbuch findet. Das nimmt dem ganzen irgendwie den Zauber und der Hauptfigur die Glaubwürdigkeit und Sympathie.

Ren wird in diesem Buch etwas vernachlässigt, doch in den Situationen, in denen er auftaucht, mochte ich ihn einfach nur gerne. Seine sensible, ruhige, künstlerische Art gefällt mir sehr gut.
Aber ich mag auch Kishan. Er ist ganz anders als sein Bruder. Doch die Treue, sein Mut und seine Verschlossenheit können Frauenherzen nur überzeugen. Man muss ihn mögen. Ich wünsche mir im Verlauf der Reihe auch für ihn ein Happy End, wenngleich ich möchte, das Kels mit seinem Bruder Ren glücklich wird. Mal sehen, was die Autorin wollte ;)




Fazit
Ein toller zweiter Band, der mit endgültig gezeigt hat, dass ich Liebesdreiecke nicht mag. Ohne dies und mit etwas weniger Beschreibungen hätte mir das Buch noch besser gefallen, aber auch so mag ich die Reihe und freue mich auf den nächsten Teil. Für Fantasyfans und Fans poetischer Schreibkunst auf jeden Fall eine Empfehlung.  

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