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Montag, 22. September 2014

Rezension: Lies Michael Grant




Lies [Band III der Gone Reihe] von Michael Grant
Leseempfehlung für: Jugendliche ab 17 // Dystopiefans. Erwartet weniger eine Liebesgeschichte in einer dystopischen Welt, sondern eine richtig brutale, spannende und psychologische Dystopie mit Fantasytouch.




Das Cover

Das Cover gefällt mir persönlich ziemlich gut. Es sind Sam und Astrid abgebildet (vorne) und ich finde die beiden ausgewählten Jugendlichen super. Sie kommen meinem Bild von Sam und Astrid sehr nah. Ich mag auch die Ausstrahlung der beiden auf dem Cover, denn es fasst gut den Charakter der beiden Figuren. Hinten sind dann ebenfalls noch mal 2 Kids abgebildet und hier muss ich ehrlich zugeben bin ich etwas überfragt. Die sind nicht so eindeutig zu erkennen oder zuzuordnen. Trotzdem insgesamt gesehen ein tolles Cover und passend zu den Vorgängern.



Kurze Inhaltsbeschreibung
[Spoiler --> Dies ist Band 3]
Die Kids von Perdido Beach hatten seit der Katastrophe, bei der jeder über 15 Jahre verschwunden ist, kein einfaches Leben und mussten schon mit Vielem zurecht kommen. Sei es gegenseitige Gewaltausschreitungen, die Bedrohung durch mutierte Tiere, die Darkness oder Hunger.
In diesem Buch steht ihnen wieder mal eine Bedrohung aus eigenen Reihen bevor. Der Ton und die Abgrenzung zwischen Kindern mit Fähigkeiten und Kindern ohne werden immer harscher und aggressiver. Die Dunkelheit nutzt diese Unruhen für sich und beeinflusst und manipuliert die Kinder, indem sie sie gegeneinander aufstachelt. Alles läuft auf einen großen Krieg zwischen den verhärteten Fronten hinaus und mit Sam, der in eine Krise stürzt, könnte es böse für die guten Kids von Perdido Beach enden …




Schreibstil und Storyverlauf

In dem Buch steht zwar die Dunkelheit, diese mysteriöse Kraft, von der man noch nicht so weiß, was es eigentlich ist, im Vordergrund. Natürlich nutzt sie nur bereits vorhandene Probleme aus, aber sie mischt die Kinder durch Lügen und Gerüchte ganz schön auf und bringt sie gegeneinander auf. Die Spannung war trotzdem es eher um psychologische Aspekte ging, wieder sehr hoch. Man ist sich nicht sicher, wer zu den Guten gehört, wer nicht. Man weiß nicht, welche Figur, die einem am Herzen liegt, in Gefahr schwebt oder nicht. Man befindet sich in einem Pulverfass und muss die ganze Zeit damit rechnen, während Funken fliegen, dass irgendwann einer dieser Funken sein Ziel trifft und alles in die Luft geht.
Zudem eröffnet der Autor uns einen Ausblick darauf, was in der ‚Außenwelt’ so passiert und auch wenn das in diesem Teil erst mal nur Andeutungen sind, ahnt man schon, dass das in den kommenden Bänden eine größere Rolle spielen wird.
Es war zudem wieder rasant geschrieben, mit vielen Dialogen und anschaulichen Handlungsabläufen. Zeit zum Durchatmen bekommt man sehr wohl, aber nicht zum zur Ruhe kommen. Rasant, krass, genial.




Die Charaktere und ihre Entwicklung

In diesem Teil hat sich Michael Grant wieder auf eine Vielzahl von Kindern bezogen, die alle aus ihrer Sicht einen Teil der Geschichte erzählen. Dennoch stehen Sam und Astrid diesmal ganz anders und verstärkt im Fokus.
Sam kämpft immer noch gegen die Erinnerung an den Kampf mit Drake an. Er wird heimgesucht von der Angst vor dem Tod und der schrecklichen Qualen, die er bei der Folter durch Drake erleiden musste. Obwohl jeder in ihm den unbesiegbaren Helden sieht, quälen ihn Angst und Verfolgungswahn. Auch die Verantwortung, die er trägt, lastet schwer auf seinen Schultern.
Die Krisen, die er hier durchmacht, waren nicht nur anschaulich geschrieben und erklärt, sondern haben mich emotional berührt und packen können. Ich habe Sam verstanden, mit ihm mitgefühlt und mit ihm mitgelitten. Er ist eine unheimlich sympathische und großartige Figur.

Astrid ist ein eher schwieriger Charakter. Sie ist so ein totaler Gerechtigkeitsengel, aber ebenso eine totale Theoretikerin und manchmal so kam es rüber, konnte ich nur den Kopf schütteln. Ihre Ideen sind toll und lobenswert, aber so weit weg von der Realität und jeder möglichen Umsetzung, dass es schwer fällt zu begreifen, dass sie es trotz aller Genialität nicht merkt, wie unrealistisch ihre Absichten sind. Ich denke sie musste in diesem Teil einiges einstecken und durch viele Dinge, die passieren, lernen, die Wirklichkeit so zu sehen, wie sie wirklich ist. Am Ende hat es sie jedoch nicht gebrochen oder desillusioniert, sondern reifer gemacht und toleranter. Offener. Die Entwicklung hat mir gefallen. Gerade, weil sie mir am Anfang selbst auf die Nerven gegangen ist.

Natürlich spielen auch weitere Figuren wieder eine wichtige Rolle. Unter anderem Quinn, der so eine liebenswerte, besondere Nebenfigur ist, die mir richtig ans Herz gewachsen ist. Ebenso Edilio, den ich einfach nur super cool finde. Ich hoffe er bleibt mir noch lang erhalten. Lana kam leider etwas zu kurz. Von ihr wünsche ich mir wieder mehr zu lesen.

Besonders nah gegangen ist mir in diesem Buch natürlich die Geschichte von und um Mary. Sie war eine meiner Lieblingsfiguren und da war es zu erwarten, dass alles was ihr passiert und mit ihr passiert mich emotional mitnehmen würde.

Auch die Kids um Cane spielen wieder eine Rolle. Sie bekommen ihre eigene Handlung und eine beinah parallel laufende Storyline. Cana und Diana sind ein geniales Paar und ihre Beziehung so verworren, kompliziert und doch seltsam berührend und mitnehmend.



Fazit
Ein toller dritter Teil einer Serie, die unheimlich geniale Figuren besitzt, eine spannende und rasante Storyline und Nervenkitzel bis zur letzten Seite verursacht. Nach wie vor eine Reihe, die ich von Herzen empfehle. Rasant, spannend, psychologisch tiefgründig, emotional packend, im Fazit genial.     

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