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Samstag, 10. Januar 2015

Rezension: Der Weg der gefallenen Sterne - Carragh O'Brien




Der Weg der gefallenen Sterne [Band 3] von Carragh O'Brien
Leseempfehlung für: Leser dieser Reihe, die schon angefangen haben. Sonst eher keine Leseempfehlung, da das Buch mich nicht überzeugt hat // ab 16 Jahren.






Das Cover

Das Cover ist wieder das gleiche wie schon bei beiden Büchern zuvor nur diesmal mit Rotstich. Das Rot ist eher dreckig und dunkel, wirkt dabei fast ein bisschen bräunlich. Es passt auf jeden Fall ganz gut zur Geschichte und zu der Welt in der die Geschichte spielt.




Kurze Inhaltsbeschreibung

Gaia zieht mit den Leuten, die sich ihr angeschlossen und sie zur Anführerin gewählt haben, durch die Wüste und findet den Weg zurück zur Stadt. Sie möchte dort ein neues zuhause aufbauen und glaubt den Protektor zu überzeugen, dass sie friedlich nebeneinander existieren und zusammen arbeiten können. Doch Gaias Plan geht nach hinten los und sie tritt damit die ersten Steine los, die zu einer Revolution und einem offenen Krieg führen. Kann Gaia einen anderen Weg finden oder ist es das worauf alles schließlich hinauslaufen wird?



Schreibstil und Storyverlauf

Diese Rezension fällt mir wirklich nicht leicht. Die Reihe gehörte zu meinen Lieblingen. Seit dem ersten Buch begeisterte mich die Idee hinter der Dystopie und ich habe mich sehr wohl in Gaias Welt. Ich mochte Gaia als Charakter und habe mit ihr gelitten und gelacht. Ich habe ihre Entwicklung gerne und mit viel Spannung verfolgt ebenso ihr Liebesleben, das ja im zweiten Band etwas komplizierter wurde.
Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen ans Finale und ich wurde doch bitter enttäuscht. Vielleicht gerade deswegen, weil ich mich so gefreut habe, weil ich mit dem lieblosen und teils oberflächlich – bis unlogischem Ende nicht gerechnet hatte.
Es fing bereits damit an, dass ich Gaia als Figur in der ersten Szene überhaupt nicht wiedererkannt habe. Sie schien sich verändert zu haben, Dinge zu beherrschen, die sie vorher nicht konnte, zu handeln, wie sie es vorher nicht getan hätte. Es gab zwar einen Zeitsprung, der das rechtfertigen mag, aber mir fehlte diese verpasste Zeit deutlich, um mich noch mit Gaia identifizieren zu können.
Der Plot nahm dann auf Grund einer Vielzahl von merkwürdigen und unlogischen Entscheidungen Gaias teils langweilige und idiotische Wendungen. Aber vor allen wurde es absolut unglaubwürdig und zudem am Ende sogar geradezu bescheuert. Es hatte überhaupt nichts mehr mit der eigentlichen Story zu tun und gerade das Ende war an Unlogik und oberflächlichen Floskeln nicht mehr zu überbieten. Das Buch las sich viel zu oft, wie aus dem Ärmel geschüttelt, oder wie hilfloser Einheitsbrei. Als habe die Autorin selbst nicht gewusst, wo und wie alles enden sollte. Sehr schade und traurig.



Die Charaktere und ihre Entwicklung

Am meisten Probleme hatte ich tatsächlich mit Gaia. Sie war nicht nur zunächst verändert und ich hatte erstmal Probleme wieder eine Verbindung zu ihr aufzubauen. Nein, sie war zudem noch haltlos naiv und egoistisch, was so überhaupt nicht zu Gaia passte. Es fühlte sich an, als habe sie lauter Rückschritte gemacht, anstatt sich weiterentwickelt zu haben und ich habe mich ständig gefragt: Wieso???
Diese Naivität und ihre Blauäugigkeit waren zum Haare rausreißen. Ganz großer Nervfaktor und zudem so enttäuschend, weil Gaia zuvor nie so gewesen ist. Ich wollte meine alte Gaia wieder und bekam sie erst wieder zu einem Zeitpunkt zu sehen, da die Geschichte schon in den Brunnen gefallen war.
Leon taucht so gut wie gar nicht auf und wird aufs Abstellgleis gestellt. Er fungiert nur noch als Randfigur und so ist es kein Wunder, dass die Liebesgeschichte der beiden ihren Reiz verliert. Die Glaubwürdigkeit geht dank oberflächlicher Floskeln ebenfalls schnell flöten und so verlor ich selbst die Freude an diesem bislang schönen Teil der Geschichte.
Das dramatische Ende war dann schließlich an Oberflächlichkeit nicht mehr zu überbieten. Wie Gaia das traumatische Erlebnis, was ich nicht näher beleuchten möchte, wegsteckt, als sei es nichts ist echt so flach, dass ich nicht mehr wusste, ob ich lachen oder weinen soll.
Ich bin maßlos von der Oberflächlichkeit, die bei der Arbeit mit den Figuren an den Tag gelegt wurde, enttäuscht.


Fazit
Aufgrund der hohen Enttäuschung des Finales kann ich die gesamte Reihe leider nicht empfehlen. Ohne Band 3 macht die Story keinen Sinn, da die Auflösung jedoch so schlecht ausgearbeitet ist, die Figuren absolut kaputt gemacht werden, sollte man sich Band 3 eigentlich nicht antun. Natürlich muss sich jeder selbst seine Meinung machen und vielleicht gefällt es dem ein oder anderen jüngeren Leser sogar besser, als meine Rezi vermuten lässt. Für mich war es jedoch ein Reinfall und ich bin traurig, dass es dazu kam, da die Reihe doch so vielversprechend begann.   

Kommentare:

  1. Huhu Lilly,

    ich war auch ziemlich enttäuscht von Band 3! Wie kann man so eine tolle Reihe am Ende so kaputt machen? :-( Und bei Gaia kann ich dir nur zustimmen, warum hat sie sich so verändert und reagiert in manchen Situationen einfach total dumm?

    Liebe Grüße
    Sandra

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    1. Das habe ich mich auch gefragt Sandra. Fand es wirklich total schade. :(
      Ich weiß auch nicht, warum Gaia plötzlich so naiv gemacht wurde. Als hätte sie sich gar nicht weiterentwickelt in den zwei Vorgänger-Büchern. Sehr, sehr blöd. Leider.

      LG
      Lilly

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