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Mittwoch, 28. Januar 2015

Rezension: Marmorkuss




Marmorkuss von Jennifer Benkau

Leseempfehlung für: Leser, die gerne romantische Fantasy lesen. Für Leser ab 16 Jahren.




Das Cover

Das Cover finde ich wieder typisch Script5 sehr gelungen. Es hat durchaus etwas Romantisches und Verspieltes, das sich in der Thematik des Buches wiederfindet und doch empfängt man beim Anblick des Buches auch so einen Hauch Kälte. So ein unbestimmtes Gefühl von Gefahr und Bedrohung. Sei es durch die angedeuteten Dornenranken oder die blass blaugraue (steinige) Farbwahl. Auf jeden Fall sehr passend und interessant gestaltet und fürs Bücherregal ein weiteres Schmuckstück.



Kurze Inhaltsbeschreibung

Marmorkuss handelt von Klara und Jarno. Jarno ist ein junger Mann, der sich so durchs Leben schlägt, einen Rucksack voller Probleme trägt und in eine Geschichte gerät, die beinah unglaublich wirkt. Was wie im Märchen beginnt, als der Prinz das schlafende Dornröschen weckt, wird schnell Realität und in eben der wimmelt es von Problemen und Gefahren, die Jarno und Klara nur gemeinsam bestehen können. Ihr Schicksal scheint miteinander verbunden, doch ist es ihnen bestimmt, miteinander glücklich zu werden, obwohl so viele Unterschiede sie trennen?



Schreibstil und Storyverlauf

Die Geschichte in Marmorkuss ist sehr komplex und anspruchsvoll. Es beginnt bereits damit, dass sie von zwei verschiedenen Zeitebenen aus erzählt wird. Klara, die 111 Jahre vor unserer Zeit gelebt hat, erzählt uns ihre Geschichte im Präsens und der Ich-Perspektive. Jarno, der in unserer jetzigen Zeit lebt, erzählt uns seine Geschichte im Präteritum und aus der Personalen Perspektive. Da die Anfangskapitel zudem sehr kurz sind und die Perspektiven zwischen Klara und Jarno häufig gewechselt werden, fiel mir der Einstieg ins Buch sehr schwer. Irgendwie störte mich dieser ständige Wechsel innerhalb der Zeitebenen und Perspektiven im Lesefluss und ich konnte mich mit dieser Disharmonie nicht anfreunden.
Ich würde schon sagen, das es gepasst hat, da ja zwei ganz unterschiedliche Geschichten erzählt werden, die erst später zueinanderfinden und miteinander verwoben werden, aber es hätte mir besser gefallen erst Klaras und dann Jarnos Geschichte zu erfahren. Es wäre mir zumindest leichter gefallen, reinzukommen und mich auf die Geschichte und die Figuren einzulassen.
Sobald Klara und Jarno in der gleichen Zeit sind und aufeinander treffen, kam ich besser ins Geschehen rein und fing an mich besser mit den Charakteren verbunden zu fühlen.
Die Geschichte war sicher sehr spannend, wenngleich die Spannung durch eine düstere Stimmung, sehr ernste Themen und zugleich sehr unwirkliche Themen erzeugt wurde. Die Kombination aus dem Unwirklichen, Magischen und dem Realitätsnahen war für mich eben so wie der Anfang etwas verwirrend und wenig harmonisch. Dennoch wollte man unbedingt wissen wie es ausgeht und konnte das Buch nicht aus der Hand liegen. Es bleibt ein wenig der Eindruck, als wären zwei Geschichten miteinander verstrickt worden, die nicht ganz so gut miteinander harmonisierten und die jede für sich genommen genug Potenzial gehabt hätte, um ein eigenständiges Buch zu werden.



Die Charaktere und ihre Entwicklung

Die Charaktere haben es mir wirklich nicht leicht gemacht. Da war zuerst einmal Klara, die in einer anderen Zeit lebte. So was mag ich persönlich sehr gerne und ich fand Klara auch auf Anhieb sympathisch. Ich habe mit ihr mitfühlen können, sie aber irgendwann verloren, als sie dann in unsere Welt kam. Viele ihrer Probleme konnte ich verstehen, ebenso ihre Ängste, aber ich hatte den Eindruck, dass es nicht ganz ausgeschöpft wurde und ihre Gefühle oberflächlich blieben. Teilweise war sie mir auch zu naiv und wankelmütig.

Jarno war am Anfang sehr schwierig einzuschätzen. Er ist so eine Figur, die andere nicht sofort und nicht leichtfertig in sein Innerstes gucken lässt. Umso mehr schließt man ihn schließlich ins Herz und seine Geschichte hat mich sehr berührt. Jarno war eine dieser Figuren in Büchern, deren Zuneigung sich langsam entwickelte und der mich schließlich mit allem was er fühlte, sagte, dachte mitten ins Herz traf.

Die Liebesgeschichte der beiden hatte schon etwas Märchenhaftes, denn es ging mir alles etwas schnell und es fühlte sich teils surreal an. Aber obwohl es romantisch und so wunderschöne Momente zwischen beiden gab, sprang der Funke nicht so über, wie zum Beispiel im Vergleich mit Noa und Marlon. Ich mochte beide Figuren und halte die Geschichte zwischen Jarno und Klara für sehr romantisch und bezaubernd, aber der Funke, dass sie sich tief in mein Herz grub, blieb leider aus.



Fazit

Eine interessante, spannende, romantische Vermischung aus ernsten, düsteren Themen und märchenhafter Magie. Für mich leider etwas zu disharmonisch und auch der Funke zwischen Klara und Jarno wollte bei mir nicht recht zünden, aber dennoch wie immer allein durch den wundervollen Schreibstil und die tollen Bilder, die in meinem Kopf beim Lesen entstanden sind, ein empfehlenswertes Buch.   

Kommentare:

  1. Huhu,

    eine sehr schöne und gut strukturierte Rezi. Gefällt mir echt richtig gut.
    Ich denke, dass ich mir das Buch auch noch kaufen werde und bin dann mal gespannt, wie es mir gefallen wird :)

    Liebste Grüße

    Sonja

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    1. Danke Sonja. ♥

      Ich wünsch dir schon jetzt viel Spaß.

      LG
      Lilly

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