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Montag, 2. Februar 2015

Rezension: Requiem




Requiem [Band 3] von Lauren Oliver

Leseempfehlung für: Leser, die gerne Dystopien lesen. Ab 16 Jahren.




Das Cover

Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut. Im Grunde war jedes Cover aus der Reihe auf seine Art schön, aber dieses hier gefällt mir doch von allen am Besten. Die Farbgebung ist einfach toll und strahlt irgendwie für mich Neubeginn und Hoffnung aus. Das Motiv ist zudem einfach toll und besitzt eine zauberhafte Stimmung. Toll ist auch der Vermerk, dass es sich um das Finale der Delirium-Reihe handelt.



Kurze Inhaltsbeschreibung

Lena ist mit ihrer kleinen Gruppe von Rebellen in die Wälder geflüchtet. Doch seitdem Attentat auf Julians Vater sind die Rebellen nicht mehr länger nur Gerüchte, denen nur wenige Glauben schenkten. Sie werden nun gejagt und so verfolgt man auch Lenas kleine Gruppe bald und mehr als einmal befinden sie sich in Lebensgefahr.
Schließlich brechen sie zu einer waghalsigen Mission auf, die über Sieg und Niederlage der Rebellen-Bewegung entscheiden kann. Diese Mission führt Lena zurück nach Portland und zu dem Leben und ihrer Vergangenheit, die sie dort zurückließ. Als wäre das Gefühlschaos in ihrem Herzen und die widersprüchlichen Fragen bezüglich Alex und Julian nicht schon für genug Probleme sorgen. Lena muss sich beidem stellen und hoffen, dass es die richtige Entscheidung war, sich für die Liebe und ihre Freiheit zu entscheiden.



Schreibstil und Storyverlauf

Im letzten Band der Reihe ging es sehr spannend und actionreich zur Sache. Lena und ihre Gruppe befinden sich auf der Flucht und müssen unter schwierigen Bedingungen der Natur zusätzlich noch Acht geben, wer sie verfolgt und wem sie trauen können.
Die Gefahr ist immer allgegenwärtig und wird immer wieder von Lenas inneren Konflikten durchzogen und aufgelockert. Eine gelungene Abwechslung von Action und Emotionen.
Aufgewertet wurde die Geschichte in meinen Augen durch Hannas Sichtweise. Denn Lenas ehemals beste Freundin erzählt dem Leser ihre Geschichte und was seit Lenas Weggang in Portland passiert ist.
Ihre Geschichte fand ich teils noch spannender und berührender, als Lenas und so war diese Neuerung für mich ganz und gar positiv.
Das Liebeschaos von Lena war leider wenig befriedigend. Ich frage mich immer noch, was der Sinn hinter dieser Dreiecksgeschichte sein soll, die in meinen Augen noch mehr an Sinn verliert, berücksichtigt man, wie das Buch endet.
Der Showdown war gemessen an dem hohen Grad der Spannung und Action im Buch beinah enttäuschend und wenig emotional. Mit Ausnahme einer Szene, die mich total mitgenommen hat und die ich zudem überhaupt nicht toll fand. Das kam noch hinzu.
Das richtige Ende kam mir viel zu schnell und Einiges blieb zu oberflächlich. Schade, dass das Niveau des vielversprechenden Anfangs nicht aufrecht gehalten werden konnte.



Die Charaktere und ihre Entwicklung

Man spürt die Veränderung, die Lena durchgemacht hat. Vom unerfahrenen, nichts wissenden Mädchen ist sie zu einer Überlebenskämpferin geworden, die ihr Herz ebenso zu schützen weiß, wie die Menschen, die ihr etwas bedeuten. Sie kämpft oftmals noch gegen sich selbst und ihr eigenes Herz, was sehr emotional und berührend war.
Leider nahm der Dreiecksbezug einiges an Glaubhaftigkeit bezüglich Lenas Gefühlen und das fand ich mehr als schade. Das Liebeschaos hatte Teeniezüge, wo es eigentlich um eine sehr ernsthafte Grundidee ging. Leider geriet die mehr und mehr aus dem Fokus.

Hanna dagegen war eine willkommene und bereichernde Abwechslung. Zwar ist sie in vielerlei Hinsicht naiv und man spürt, wie sie in den Klauen des Systems hängt und sich nicht zu befreien weiß. Aber in mancher Hinsicht kam sie mir sogar glaubhafter, mitfühlender und emotionaler vor, als Lena.
Ich hatte auf jeden Fall große Sympathie für Hanna und fand es schade, dass ihre Geschichte am Ende so lieblos endete und ihr keine weitere Beachtung geschenkt wurde.

Gleiches gilt für die beiden Jungen. Sowohl Alex, als auch Julian blieben blasse Randfiguren im Buch und machten es mir nicht gerade einfacher in Sachen Liebesgeschichte mitzufiebern. Vielleicht kam das Ende deswegen so, wie es geschrieben wurde auch wenn ich es schade und ein wenig zu leicht und offen fand.



Fazit

Mit Requiem endet eine dystopische Trilogie, die grundsätzlich eine geniale Idee verfolgt und diese spannend umsetzt und einen mit tollen Figuren erfreut. Leider konnte die Umsetzung mich nicht immer ganz überzeugen und oftmals hatte ich den Eindruck, dass Potenzial verschenkt wurde. In Requiem enttäuschte mich das zu schnell abgehandelte und zu offen gehaltene Ende. Dennoch würde ich die Reihe Dystopiefans und vor allen den romantisch veranlagten Lesern weiterempfehlen.   

Kommentare:

  1. Halli hallo

    Die Amor- Trilogie ist ja einer meiner liebsten Dystopien, einfach deshalb weil ich den Schreibstil sehr gerne mag, die Idee und die Autorin die Liebe zu diesem Genre in mir geweckt hat, dass hat nämlich " Panem" damals nicht geschafft ;)

    Oh ja das Ende war auch für meinen Geschmack viel zu offen vor allem nach dem Ende von Band zwei! Es gibt ja offene Enden und offene Enden aber hier waren für mich zu viele Fragen noch ungeklärt!!

    Liebe Grüsse
    Bea

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    1. Wirklich nicht Bea?
      Das hört man ja auch selten. Ich selbst bin ja auch eher ein 'kitischer' Panem-Leser gewesen :D
      Allerdings konnte mich die Umsetzung der Armor-Trilogie auch nicht zu 100% überzeugen.
      Das Ende fand ich tatsächlich unbefriedigend. Viel zu viele offene Fragen und auch emotional war es mir zu wenig. Sehr, sehr schade. Leider.

      Aber ich freue mich dennoch auf weitere Bücher der Autorin, denn der Schreibstil gefällt mir auch sehr gut. ♥

      LG
      Lilly

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  2. Hey Lilly :)
    Sehr schöne Rezi :)
    Ich habe die Band eins und zwei vor 2 Jahren gelesen und musste dann ewig warten bis der 3 Band raus kam... werde jetzt wohl irgendwann die Vorgänger noch einmal lesen um dann endlich den dritten Band lesen zu können... aber mir haben die Vorgänger echt gut gefallen :)
    Ganz liebe Grüße :)

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    1. Dann wünsche ich dir sehr viel Spaß beim Finale Nerino. ♥

      LG
      Lilly

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